Leitbild Chill out e.V.

WER WIR SIND

Chill out ist eine 1997 in Potsdam gegründete Basisinitiative und ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe, der akzeptierende Jugend‑ und Drogenarbeit anbietet und fördert. Das hohe Engagement aller Haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sowie Praktikant*innen bilden die zentrale Ressource unserer Arbeit. 

WAS WIR WOLLEN

Wir setzen uns für eine humane Jugend- und Drogenpolitik und eine – insbesondere die Interessen von jungen Menschen vertretende – Verhältniskritik und Verhältnisprävention ein. Wir fördern das Entstehen einer lebens- und risiko‑, rausch- und konsumkompetenten Gesellschaft. Dabei begreifen wir Jugendarbeit und Gesundheitsförderung als emanzipative Strategien, die Individuen und Gruppen in ihren sozialen, ökologischen und politischen Zusammenhängen betrachten und unterstützen. Wir engagieren uns für das Entstehen und die Erhaltung von Freiräumen, die eine möglichst weitgehende Selbstbestimmung in der Gestaltung der eigenen Lebenswelt ermöglichen sowie zur Verbesserung von Lebensqualität und Entwicklungschancen beitragen. Wir setzen uns für gesellschaftliche Integration und Teilhabe sowie für Akzeptanz vielfältiger – auch unangepasster – Lebensentwürfe und ‑stile ein. Ausdrücklich nicht hierzu zählen wir alle Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und alle weiteren Arten diskriminierender Haltungen und Handlungen, denen wir entschlossen entgegentreten und entgegenwirken. 

UNSERE DIALOGGRUPPEN

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der Schnittstelle zwischen Jugend- und Suchthilfe. Große Beachtung erfahren Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenslagen. Daneben fördern wir die Bildungs- und Erziehungskompetenzen von Fachkräften und Angehörigen und vermitteln fachbezogenes Wissen insbesondere zu den Themenbereichen jugendliche Lebenswelten und Partizipation sowie Konsum und Sucht. Wir wollen das Multiplikator*innen‑ und Angehörigenangebot erweitern und zu einer besseren Fachberatung und Vernetzung der Einrichtungen in diesem Bereich beitragen. Politik und Verwaltung sowie die allgemeine Öffentlichkeit informieren wir über die Relevanz unserer Arbeit, sensibilisieren wir für unsere Anliegen und bewegen wir zur Unterstützung unserer Angebote.

WIE WIR ARBEITEN

Unsere Arbeitsweise ist geprägt von Akzeptanz und vom Ziel des gleichberechtigten Dialogs auf Augenhöhe, gegenseitiger Wertschätzung und Respekt. Freiwilligkeit und Bedürfnisorientierung sind für uns wichtige Grundsätze zur Entwicklung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Nutzer*innen unserer Angebote. Diese begreifen wir als Expert*innen ihres eigenen Handelns, ihrer Problemlagen und Bedürfnisse. Wir arbeiten niedrigschwellig und suchen unsere Dialoggruppen in ihren Lebenswelten auf. Sachliche Information und Aufklärung bilden die Basis zu einem sensiblen Umgang mit Risikoverhaltensweisen. Wir machen umfassende Angebote zur Förderung von Lebens‑, Risiko- und Konsumkompetenzen. Wir fördern Solidarität, Awareness und Achtsamkeit. Wir arbeiten ressourcen- und lösungsorientiert, indem wir Selbstwirksamkeit und Selbstkontrolle stärken und bei der Suche nach eigenen Lösungen unterstützen.

Eine regelmäßige Überprüfung der Strukturen, Prozesse und Ergebnisse durch Einholung von Feedbacks unserer Nutzer*innen sowie Reflexion, Inter‑ und Supervision ist für uns selbstverständlich. Wir setzen uns durch intensive Vernetzungsarbeit für die Entwicklung fachübergreifend koordinierter Angebote und Arbeitsstrukturen in den Bereichen Jugend- und Gesundheitspolitik ein.

Beschlossen von der Mitgliederversammlung am 28.03.2018