Angebote für Eltern / Angehörige

Eltern sind für uns wichtige Partner, deren Erziehungsauftrag und -kompetenzen wir nutzen wollen. Die Eltern systematisch über unsere Arbeit zu informieren und sie möglichst umfassend einzubeziehen, ist daher für uns selbstverständlich.

Eltern-/Angehörigenberatungen

Wir beraten Eltern und Angehörige konsumierender Kinder und Jugendlicher im Rahmen von Einzel-, Paar- oder Familienberatungen (auch gerne zusammen mit dem betroffenen Kind/Jugendlichen). Beratungen sind kostenfrei, anonym möglich und finden grundsätzlich immer bei uns vor Ort statt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Vorstellung unserer Arbeit auf Elternabenden

Vorstellung der Projekte mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Elternversammlungen (bis ca. 30 min. grundsätzlich kostenfrei).

Elternfortbildungen (Auswahl)

  • Basiseinführung in Grundlagen und Methoden moderner Suchtprävention.

  • Konsum und Entstehung von Abhängigkeit im Kontext derr kindlichen Entwicklung und Pubertät.

  • Freiheit in Grenzen: Handlungsmöglichkeiten für Eltern.  

Zeitumfang: 1,5 bis 2 Zeitstunden

Kostenbeteiligung: € 120,- inkl. Handreichung und Materialien

Lehrkräfte-Fortbildungen

Unsere Fortbildungen für Lehrkräfte und Schulleitungen befähigen zur eigenständigen Umsetzung von Unterstützungsleistungen für die Schüler_innen, um Reflexionsfähigkeit und Selbstverantwortung zu entwickeln. Dabei spielen auch rechtliche Aspekte eine Rolle. Alle Fortbildungsmodule sind interaktiv ausgerichtet.

1. „Was ich wissen muss!“ Basiswissen Konsum und Sucht.

  • Motiv, Rolle, Funktion und Bedeutung von (Drogen)Konsum

  • Stoffkunde und Suchtformen (Substanzen und Verhaltenssüchte; Signale und Risikofaktoren; Erkennen von Konsum; Genuss, Missbrauch, Sucht).

  • Rechte und Pflichten im Umgang bei (Verdacht auf) Konsum oder Abhängigkeit von legalen und illegalen Substanzen.

  • Gesprächsführung und Kommunikation.

2. „Was wirkt?“ Gute Suchtprävention in der Schule.

  • Menschenbild, Haltung, Methodik und Didaktik moderner Suchtprävention.

  • Systematische Verankerung von Suchtprävention im Schulkonzept.

  • Projektplanung und Qualitätsmanagement in der schulischen Praxis.

3. „Erst das Vergnügen, dann die Arbeit.“ Ein Seminar für Gestresste.

  • Aspekte der Gesundheitsförderung und Suchtprävention bei Lehrkräften.

  • Persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema.

  • Ressourcen und Grenzen von Lehrkräften für die Intervention.

4. „Süchtige Eltern – süchtige Kinder?“ Unterstützungsmöglichkeiten
für besondere Zielgruppen.

  • Psychische Belastungen, Substanzkonsum und Suchtgefährdung

  • Ursachen, Risiko- und Schutzfaktoren

  • Reaktions-, Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten

Zeitumfang: 3 Zeitstunden bis Tagesveranstaltungen (zum Beispiel als SchiLF-Veranstaltung) je nach Modul- bzw. Themenzusammenstellung.

Kostenbeteiligung: nach Absprache (Orientierung: € 50,- pro Zeitstunde)

Aufbaumodule/Zertifikatskurs: Wir bieten auch systematisch aufeinander aufbauende Fortbildungsmodule an. Bitte sprechen Sie uns an!

Riechen, Hören, Raten

Riechen, Hören, Raten
Bei den Schülergesundheitstagen sollen Kinder viel ausprobieren. Und heikle Fragen beantworten

PNN, 23.05.2013
von Katharina Wiechers

[…] Hunderte Kinder wuseln durch die Gänge und versuchen, ihre Laufzettel mit Stempeln zu füllen – pro Station gibt es einen. Die meisten haben sich zu kleinen Grüppchen zusammengetan, gemeinsamen ziehen sie von Stand zu Stand. Alle Kinder gehen in die Klassen 1 bis 6 an Potsdamer Schulen, die „Großen“ aus den Klassen 7 bis 10 sind am heutigen Donnerstag an der Reihe. Erstmals kommen in diesem Jahr jeweils am Nachmittag auch Hortkinder dazu. Organisiert wurde der mittlerweile 19. Schülergesundheitstag von der Stadt, dem staatlichen Schulamt und dem Treffpunkt Freizeit. Ziel sei es, den Schülern zu vermitteln, dass Gesundheit nicht selbstverständlich ist, sagte Sozialbereichsleiterin Anke Latacz-Blume bei der Eröffnung. […]

Der Potsdamer Verein „Chill Out“, der sich dem Thema Konsumkompetenz und Suchtprävention verschrieben hat, hat ein Quiz zum Thema Rauchen vorbereitet. Ein zwölfjähriger Junge zieht überdimensionale Papierzigaretten aus einer riesigen Schachtel. Darauf stehen Stichpunkte, wie etwa „Kosten“. Der Junge kennt sich schon gut aus: Er weiß, dass eine Schachtel ungefähr fünf Euro kostet und dass Rauchen erst mit mit 18 Jahren erlaubt ist. Am Tisch daneben füllen Kinder Fragebögen aus: Was kann man alles aus Milch machen? Welche Lebensmittel enthalten Fett? Auch eine Bühne wird an beiden Tagen bespielt: Das Schülertheater am Weinberg präsentiert unter dem Titel „Kampf der Organe“ eine humorvolle Sicht auf den Körper mit Sketchen und Gesang.

Artikel vollständig lesen auf pnn.de

BZgA-KlarSicht-Parcours gastiert in Potsdam

********************** Video-Bericht auf Potsdam TV **********************

Betrunken spielen Schüler-Suchtaufklärung zu Tabak und Alkohol

PNN, 14.11.2012

Eine 16-jährige Schülerin des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums setzt sich eine Brille auf und muss auf einer roten Linie entlanggehen – eigentlich nicht schwierig, wenn es nicht eine „Rauschbrille“ wäre. Sie simuliert einen Alkoholgehalt von 1,3 bis 1,5 Promille im Blut. Das Mädchen taumelt, ihre Mitschüler lachen und witzeln, denn das „betrunken“ spielen ist erst mal lustig. Nach dem Spiel wird dann aber Tacheles geredet: „Dieses persönliche Erleben – also klar im Kopf zu sein, aber betrunken im Blick – geht vielen jungen Erwachsenen sehr nahe“, erklärt Turgut Tollu, Projektleiter des Mitmach-Parcours „KlarSicht“. Der Parcours zu Tabak und Alkoholkonsum für Schüler von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung macht seit Dienstag für zwei Tage in Potsdam Station, dieses Jahr im Treffpunkt Freizeit. Oberstufenschüler von fünf Potsdamer Schulen sprechen mit Suchtpräventionsfachkräften über ihren Konsum und deren Gefahren an jeweils fünf Stationen des Parcours.

Weiterlesen auf pnn.de

Gesundheitsförderung und Suchtprävention mit Familien

Unsere Arbeit richtet sich an ganze Familien von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Eltern und weitere Angehörige sind für uns wichtige Partner, deren Erziehungsauftrag und -kompetenzen wir nutzen wollen. Sie systematisch über unsere Arbeit zu informieren und möglichst umfassend einzubeziehen, ist daher für uns selbstverständlich.

Vor allem bei längerfristigen Projekten bieten wir begleitend zur Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen Angehörigenworkshops, -fortbildungen und -informationsveranstaltungen an (in Potsdam bis ca. 30 min. grundsätzlich kostenfrei). Dabei sensibilisieren wir für die Anliegen der Suchtprävention, vermitteln Basiskenntnisse der Entstehung von Missbrauch und Abhängigkeit und Kompetenzen im Umgang mit konsumierenden Kindern und Jugendlichen.

Ansprechpartnerin: 
Corinna Liefeld
Fon 0331-2879.1258
c.liefeld@chillout-pdm.de


Daneben bieten wir Einzel-, Paar- oder Familienberatungen (anonym und kostenlos) für Eltern und weitere Angehörige [anonym & kostenfrei] – weitere Informationen hier,


Speziell für suchtbelastete Familien (8- bis 13-Jährige Kinder und deren Eltern) führen wir in Kooperation mit der AWO Potsdam das Angebot Sternstunde durch.


Zum Thema Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen bieten wir Eltern-Medien-Beratungen.


Wir vermitteln Familien die Teilnahme an Eltern-Kind-Kursen im Rahmen des Projekts FuN® – Familie und Nachbarschaft.


Zur Entwicklung spezieller Angebote für Familien engagierten wir uns lange im Lokalen Bündnis für Familien Babelsberg und boten wir zusammen mit anderen Partner*innen jährlich ein Sommercamp.

 

Drogen und Suchtbericht 2012 veröffentlicht

Drogen und Suchtbericht 2012 veröffentlicht

Der Drogen- und Suchtbericht 2012 zeigt: Insgesamt gehen die KonsumentInnen-Zahlenim Tabak-, Alkohol- und Cannabiskonsum zurück.

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden [PDF ca. 2 MB].

 


Dyckmans: Drogen- und Suchtpolitik zeigt Wirkung, Risikogruppen stärker in den Fokus nehmen.

Pressemitteilung der Bundesdrogenbeauftragten vom 22.05.2012
Im Original lesen auf drogenbeauftragte.de

Anlässlich der Veröffentlichung des Drogen- und Suchtberichts 2012 erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: „In vielen Bereichen zeigen die Maßnahmen zur Verringerung des Drogen- und Suchtmittelkonsums Wirkung. Dennoch gibt es weiterhin Gruppen mit besonders hohem oder riskantem Konsum, die noch besser erreicht werden müssen.“

Der Tabakkonsum von Jugendlichen hat im Jahr 2011 einen erneuten Tiefststand erreicht. Die Zahl der rauchenden Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ist 2011 auf unter 12 % gesunken. Auch beim regelmäßigen Alkoholkonsum Jugendlicher gibt es einen rückläufigen Trend (2001: 17,9 %; 2011: 14,2 %). Beim Cannabiskonsum geht der Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener, die mindestens einmal im Leben Cannabis probiert haben, ebenfalls weiter zurück. Er fiel von 15,1 % im Jahr 2004 auf 6,7 % im Jahr 2011.

Dagegen ist das Rauschtrinken bei älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer noch weit verbreitet. Die alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen sind weiter gestiegen. Auch der regelmäßige Alkoholkonsum von jungen Erwachsenen (18-25 Jahre) ist unverändert hoch und lag 2001 wie 2011 bei knapp 40 %.

Es zeigt sich zudem, dass das gewerbliche Glücksspiel bei Jugendlichen
(16-17 Jahre) und bei jungen Erwachsenen (18-20 Jahre) stark zugenommen hat. Dies ist mit einem höheren Suchtrisiko für diese Altersgruppe verbunden.

Zunehmend verbreitet ist auch der exzessive oder pathologische Computer-spiel- und Internetgebrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Etwa 250.000 der 14- bis 24- Jährigen gelten als internetabhängig, 1,4 Mio. als problematische Internetnutzer.

„Wir müssen unsere Präventionsmaßnahmen gezielt auf Risikogruppen ausrichten. Prävention wirkt nur, wenn sie die betroffenen Menschen auch erreicht. Dazu brauchen wir passgenaue Hilfsangebote. Die Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik setzt dort an. Nun geht es darum, weitere Schritte zu ihrer Umsetzung auf den Weg zu bringen“, so die Drogenbeauftragte.

Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf dem Bereich der Computerspiel- und Internetsucht. „Wir möchten in diesem Bereich nicht nur die Datenlage durch Studien weiter verbessern“, so Dyckmans. „Es bedarf auch weiterer Anstrengungen zur besseren Aufklärung der Menschen über einen verantwortungsvollen Computer- und Internetgebrauch und zur Verbesserung der Hilfsangebote.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist der Spieler- und Jugendschutz beim Glücksspiel. Bei der Novellierung der Spielverordnung setze ich mich weiterhin für eine drastische Reduzierung der Anzahl der Automaten in Gaststätten ein. Ein weiteres Thema des kommenden Jahres wird auch die Gesundheit im Alter sein. Wir müssen Wege finden, wie ältere Menschen mit Suchtproblemen besser vom Suchthilfesystem erreicht werden.“

Hintergrund zum Drogen- und Suchtbericht 2012

Der Drogen- und Suchtbericht 2012 gibt einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich Drogen und Sucht des vergangenen Jahres auf nationaler und internationaler Ebene. Er berichtet zudem über aus-gewählte Projekte und Aktivitäten aus Ländern, Kommunen und Verbänden. Dieses Jahr würdigt der Drogen- und Suchtbericht mit seiner Rubrik „Vorgestellt“ das freiwillige bürgerschaftliche Engagement für die Suchtprävention.