BZgA-KlarSicht-Parcours gastiert in Potsdam

********************** Video-Bericht auf Potsdam TV **********************

Betrunken spielen Schüler-Suchtaufklärung zu Tabak und Alkohol

PNN, 14.11.2012

Eine 16-jährige Schülerin des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums setzt sich eine Brille auf und muss auf einer roten Linie entlanggehen – eigentlich nicht schwierig, wenn es nicht eine „Rauschbrille“ wäre. Sie simuliert einen Alkoholgehalt von 1,3 bis 1,5 Promille im Blut. Das Mädchen taumelt, ihre Mitschüler lachen und witzeln, denn das „betrunken“ spielen ist erst mal lustig. Nach dem Spiel wird dann aber Tacheles geredet: „Dieses persönliche Erleben – also klar im Kopf zu sein, aber betrunken im Blick – geht vielen jungen Erwachsenen sehr nahe“, erklärt Turgut Tollu, Projektleiter des Mitmach-Parcours „KlarSicht“. Der Parcours zu Tabak und Alkoholkonsum für Schüler von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung macht seit Dienstag für zwei Tage in Potsdam Station, dieses Jahr im Treffpunkt Freizeit. Oberstufenschüler von fünf Potsdamer Schulen sprechen mit Suchtpräventionsfachkräften über ihren Konsum und deren Gefahren an jeweils fünf Stationen des Parcours.

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Cannabiskonsum an Potsdamer Schulen

Unser Statement zum Cannabiskonsum an Schulen:

In unserer Arbeit verurteilen wir keinen Konsum, sondern setzen am individuellen und situativen Risiko an, das sich mit dem Konsum verbindet. Cannabiskonsum kann für die Schülerinnen und Schüler unproblematisch sein, wenn er kontrolliert und regelgeleitet ist, risikoarm gestaltet wird und von Lern- und Risikosituationen getrennt erfolgt. Wir trennen ausdrücklich Konsum von Dealen, das auf Grund der Strafbewehrung und daher sozialen Folgen für alle Betroffenen immer problematisch ist.

Cannabis ist allgemein leicht verfügbar, die Vorstellung, dass Schüler_innen auf Grund von Kontrollmaßnahmen nicht mit Cannabis in Berührung kommen, daher offensichtlich unrealistisch. Aus diesem Grund setzen wir auf die Förderung der Kritik- und Entscheidungsfähigkeit von Jugendlichen, mit dem Ziel, dass sie lernen, ganz allgemein risikoarm zu konsumieren.

Rüdiger Schmolke, Geschäftsführung Chill out e.V.  

Kiffen zählt als Doping
Nach den Drogenvorwürfen an der Eliteschule des Sports hat der Bildungsausschuss kontrovers über den Fall diskutiert. Über die erteilten Schulverweise werde im Einzelfall entschieden, sagt der Schulrat

PNN, 29.11.2012
von Henri Kramer

Die fünf Sportschüler, die im Zusammenhang mit Drogenvorwürfen von der Potsdamer Sportschule verwiesen werden sollen, bekommen vielleicht doch noch eine zweite Chance. Der zuständige Schulrat Eckhard Dörnbrack sagte am Dienstagabend im Bildungsausschuss, die Fälle sollen vom Schulamt in Brandenburg/Havel individuell bewertet werden. „Für einmal Kiffen wird niemand von der Schule fliegen“, so Dörnbrack. In die Verfahren seien Rechtsanwälte einbezogen. Es müsse unterschieden werden, ob die Schüler nur Konsumenten seien oder tatsächlich mit Drogen gehandelt hätten, hieß es weiter.

Wie berichtet hatte die Lehrerkonferenz der Elite-Schule des Sports am Luftschiffhafen Mitte November entschieden, die Schüler nach den Drogenvorwürfen an andere Schulen zu verweisen. Die minderjährigen Sportschüler waren Ende Oktober nahe der Schule beim Kiffen erwischt worden. Das Haschisch sollen sie von älteren Mitschülern erhalten haben.

Der Fall war vor Dörnbracks Erklärung im Bildungsausschuss kontrovers debattiert worden. Schulleiter Rüdiger Ziemer erklärte die Entscheidung für den Verweis unter anderem damit, dass an der Sportschule besondere Bestimmungen im Kampf gegen Doping gelten. Auch Cannabis stehe auf einer Verbotsliste mit leistungssteigernden Mitteln. Die Nationale Anti-Doping Agentur (Nada) kontrolliere bei den Schülern, ob Doping-Substanzen eingenommen würden. „Bisher gab es niemals einen positiven Test.“ Würde sich das ändern, wäre das eine „absolute Katastrophe“, gerade für den Ruf der Schule. Absolventen der Schule hatten zuletzt bei den Olympischen Spielen in London drei Gold- und eine Silbermedaille erkämpft.

Ziemer kritisierte die Aufarbeitung des Falls in einigen Medien. So habe eine Zeitung ein Foto von ihm und darüber einen brennenden Joint gedruckt, sagte der Schulleiter verärgert. „Mit so einer Art Journalismus“ sei ein erfolgreiches Schulsystem konfrontiert, bei dem seit mehr als 20 Jahren präventiv gegen Drogen gearbeitet werde. Doch bei 120 neuen Schülern pro Jahr, „normalen Kindern und Jugendlichen“, könnten Vorfälle wie der aktuelle nicht ausgeschlossen werden, so Ziemer.

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Höher, schneller, breiter
Sportschüler beim Haschischhandel und -konsum erwischt / Geschäftsführer droht mit Massendrogentests

MAZ, 07.11.2012

Potsdam – Und das auch noch kurz vor dem Tag der offenen Tür am Sonnabend: Die Eliteschule des Sports „Friedrich Ludwig Jahn“ im Luftschiffhafen kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nach dem Missbrauchs-Skandal im letzten Jahr und Ärger um vier rechte Hooligans im Juni muss sich Schulleiter Rüdiger Ziemer nun mit einem Drogenproblem herumschlagen. Ein Mitarbeiter des angeschlossenen Internats erwischte kürzlich fünf Neuntklässler am Ufer des Templiner Sees, unweit des Sportgeländes, beim Haschisch-Konsum.

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Massendrogentest abgelehnt
Nach Haschisch-Vorfällen an Elitesportschule in Potsdam loben Stadt und Ministerium die „gute und schnelle“ Reaktion

MAZ, 08.11.2012
Von Jan Bosschaart

POTSDAM – Nach dem Bekanntwerden von Haschischkonsum und Drogenhandel unter Schülern der Elitesportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ im Luftschiffhafen lehnen sowohl das Bildungsministerium als auch das Schulamt und die Stadt einen als „letztes Mittel“ angedrohten Drogentest an allen 600 Sportschülern ab. „Das wäre kein adäquates Mittel, sondern sehr problematisch“, sagte Stefan Breiding, Sprecher des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport. Ein solcher Massentest enthielte „eine pauschale Unterstellung“ und wäre ein massiver Eingriff in Persönlichkeitsrechte. Auch die Stadt vermerkte kurz und bündig, das lehne sie ab. Ronny Besançon vom Kreisvorstand der Linken erinnerte daran, dass zunächst die Unschuldsvermutung gelte. Schon die Androhung sei „ein verfassungsrechtlicher Skandal“.

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Stadt will Dealern an den Kragen

PNN, 08.11.2012
von Tobias Reichelt

An Potsdams Schulen wird gekifft und mit Drogen gehandelt, jetzt fordert das Rathaus durchzugreifen

Die Stadtverwaltung hat alle Schulleiter in Potsdam aufgefordert, konsequent gegen Drogenhändler an ihren Einrichtungen vorzugehen. „Wir werden nicht dulden, dass an den Schulen gedealt wird“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow am Mittwoch. Schüler, die Marihuana, Ecstasy oder noch härtere Rauschmittel an minderjährige oder erwachsene Mitschüler verkaufen, müssten Sanktionen erfahren. Das Hausrecht an allen Gymnasien, Gesamt-, Ober- oder Sportschulen in Potsdam sei streng geregelt, sagte Brunzlow. Wenn Prävention und Beratung nicht wirkten, drohe der Rausschmiss. Auf jeden Fall werde Strafanzeige gestellt. … „Wir wissen, dass es an allen weiterführenden Schulen in Potsdam Schüler gibt, die illegale Drogen konsumieren oder verkaufen“, sagte Renate Michael, Leiterin der Abteilung Prävention bei der Polizei, gegenüber den PNN. Wenn die Schüler die Drogen nicht bei ihresgleichen in der Schule kaufen, dann schlagen sie beim Händler nebenan zu. Es sei in Potsdam nicht ungewöhnlich, dass Dealer eine Wohnung in der Nähe von Schulen besitzen. „In der großen Pause verlassen die Schüler das Schulgelände, um sich nebenan eine Portion zu holen“, so Michael. Das Dunkelfeld sei riesig. Von Schule zu Schule sei das Problem mal größer, mal kleiner. Zum Teil handele es sich nur um einzelne Schüler, in anderen Fällen seien es ganze Gruppen. „Haschisch ist die gängigste Droge für Jugendliche.“ Seltener würden auch härtere Sachen wie die Partydroge Ecstasy von Schülern konsumiert.

Der Leiter der Potsdamer Sportschule, Rüdiger Ziemer, kündigte einen offenen und konsequenten Umgang mit seinen betroffenen Schülern an. … Einen generellen Drogentest für alle Schüler der Sportschule schließt Ziemer nach den Vorfällen allerdings aus. Das sei rechtlich nicht möglich. Andreas Klemund, Geschäftsführer der Luftschiffhafen GmbH, hatte das gefordert. Jugenddezernentin Elona Müller-Preinesberger (parteilos) kündigte an, das Problem mit dem Staatlichen Schulamt, der Polizei, dem Schulverwaltungs- und dem Jugendamt zu beraten. Zugleich warnte sie Schulleiter und Lehrer davor, Drogenkonsum unter den Teppich zu kehren. „Wer die Augen verschließt, macht sich zum Mittäter“, sagte sie den PNN.

Neben der Polizei ist auch der Verein „Chill Out“ in Potsdam bei der Drogenberatung für Schüler, Lehrer und Eltern aktiv. Allein der Fakt, dass an allen Potsdamer Schulen gekifft und gedealt werde, sei noch nicht dramatisch, sagte Vereinschef Rüdiger Schmolke. Unproblematisch sei die Situation aber auch nicht. Einige Schulen würden die Situation verharmlosen. Ein Drittel aller Potsdamer Schüler sammle früher oder später Erfahrungen mit Haschisch, so Schmolke.

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ATLAS: Deal

PNN, 08.11.2012
von Tobias Reichelt

Nirgends scheint man in Potsdam so leicht an Drogen zu gelangen wie an den weiterführenden Schulen der Stadt. Die Mitschüler selbst sind es oft, die Haschisch, Marihuana oder Ecstasy auf dem Schulhof verteilen. Und wem die Auswahl dort nicht reicht, der wird beim Dealer um die Ecke fündig. Es wird Zeit, dass die Potsdamer Politik das Problem ernst nimmt.

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Drogenfälle nehmen zu
Elternrat und Kreisschulbeirat in Potsdam sind besorgt / Polizei und Suchtberater sagen: Keine Schule ist drogenfrei

MAZ, 09.11.2012
Von Jan Bosschaart

Potsdam – Eine Häufung von Drogenfunden an Schulen beschäftigt den Potsdamer Kreiselternrat. Einen Tag vor dem Bekanntwerden von Haschischhandel und -konsum an der Elite-Sportschule traf das Gremium deshalb zu einer Sitzung zusammen. „Die Eltern haben den Wunsch, dass mehr für Prävention getan wird und Drogenfälle an Schulen stärker verfolgt werden“, sagte Daniela Trapkowski, die Vorsitzende des Gremiums. Das Problem sei, dass sich viele Lehrer machtlos fühlten. „Sie sagen: Die Schüler stellen sich offen auf dem Schulhof hin und kiffen, und wir können nichts tun“, so Trapkowski. Auch würden viele Schulleiter nicht offensiv mit dem Problem umgehen, weil sie um den Ruf der Schule fürchten. …

Zu mehr Gelassenheit in der Debatte riet Rüdiger Schmolke, Leiter der Suchtberatungsstelle „Chill out“: „Dass Jugendliche heute Cannabis probieren, ist selbstverständlich geworden und fast flächendeckend.“ Allerdings kiffe nur eine Minderheit regelmäßig. Alkoholkonsum aber sei ein größeres Problem: „Für viele Jugendliche ist Kiffen ein Übergangsphänomen, es ist aussichtslos, das eindämmen zu wollen“.

Der Handel und Konsum an Schulen bleibe aber ein „No Go“, räumte der Suchtberater ein. Statt drakonischer Strafen plädierte er für Aufklärung, Reflektion und verantwortungsvollen Konsum. Dennoch ist der Experte überzeugt, dass keine Schule behaupten könne, drogenfrei zu sein. Weniger als ein Prozent der Potsdamer Schüler konsumiert anonymen Befragungen zufolge täglich Haschisch, weniger als drei Prozent wöchentlich – selbst wenn die Dunkelziffer zirka dreimal so hoch liege, sei das „nicht besorgniserregend“, so Schmolke. Ein Drittel habe die Droge einmal probiert.

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Rebound: Mehr Wissen über den Umgang mit Drogen

Nicht verbieten, sondern aufklären und Stärken fördern – darauf setzt das Präventions- und Bildungsprogramm REBOUND, das ein Team des Instituts für Medizinische Psychologie am Universitätsklinikum Heidelberg speziell für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren entwickelt hat. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse des von der EU geförderten Projekts vor, wie die Universität mitteilte.

Diese Auswertungen zeigen: Nach den ersten Durchläufen des Programms in 30 Schulklassen gaben 15 Prozent der 14- bis 17-jährigen Jugendlichen an, vorsichtiger mit Alkohol zu sein als vorher. Vollrauscherlebnisse nahmen ab. 40 Prozent der Eltern berichten, dass sich das Konsumverhalten ihrer Kinder positiv verändert habe. Darüber hinaus verbesserte sich das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern: Die Jugendlichen wandten sich bei eigenen Problemen mit Alkohol oder Drogen häufiger an ihre Lehrer.

Deutsche Apotheker Zeitung Online, 28.10.2012
von Dr. Bettina Hellwig

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KIFFEN: Unter Henkel wird das Dope leichter

Der THC-Gehalt in Gras und Hasch ist zuletzt etwas gesunken, hat der Innensenator festgestellt. Nichtsdestotrotz denken CDU-Vertreter im Senat weiter über eine Verschärfung der Rechtslage nach.

taz, 01.10.2012
von Sebastian Puschner

„Das Gras wird immer stärker“, ist eine der hartnäckigsten Kifferlegenden. Sie wurde nun widerlegt – durch die Senatsverwaltung für Inneres unter CDU-Chef Frank Henkel. Dessen Antwort auf eine Kleine Anfrage der Piraten im Abgeordnetenhaus zeigt: Der Wirkstoffgehalt in von der Polizei beschlagnahmten Cannabisprodukten hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert; zuletzt war der sogar leicht rückläufig. „Das Märchen vom immer härteren Gras bemühen all jene, die eine stärkere Verfolgung der Konsumenten wollen“, sagte der Sprecher für Sucht- und Drogenpolitik der Piraten-Fraktion, Simon Kowalewski, der taz. […]

Die Entwicklung des für die Rauschwirkung entscheidenden THC-Gehalts in beschlagnahmten Berliner Cannabisprodukten bietet indes keinen Anlass, härter gegen Kiffer vorzugehen. Knapp unter 10 Prozent lag der THC-Anteil bei Haschisch in den vergangenen sieben Jahren, 2011 ging er gar auf 8,15 Prozent zurück. Bei Cannabisblüten variierte der Wirkstoffgehalt kaum, er lag seit 2003 stets zwischen 11 und 13 Prozent. Das beschlagnahmte Cannabiskraut enthielt 2011 im Durchschnitt sogar nur knapp 3 Prozent THC.

Außerdem zeigen die vom Senat vorgelegten Zahlen, dass die Berliner Polizei ihre Cannabis-Beute seit Anfang der 90er Jahre kräftig erhöht hat: Beschlagnahmten die Beamten 1994 4 Kilogramm Marihuana und 85 Kilo Haschisch, waren es 2011 schon 280 und 96 Kilo. Besonders erfolgreich sind die Drogenfahnder in diesem Jahr: Bis Ende Juni kassierten sie bereits 260 Kilo Gras und 170 Kilo Hasch.

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Regeln statt Verbot: Drogen legalisieren für den Frieden

news.de, 04.07.2012
von Isabelle Wiedemeier

60.000 Tote – der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, daran haben hochkarätige internationale Politiker keinen Zweifel mehr. Stattdessen fordern sie jetzt Regulierung: Regeln und Kontrolle sollen Konsumenten helfen und das Blutvergießen stoppen. Heino Stöver setzt sich dafür seit Jahren ein, ein neues Buch macht konkrete Vorschläge.

Nein, Professor Stöver will nicht den kollektiven Rausch. Er will keine wilde Legalisierung von Cannabis, Koks und womöglich Heroin. Er fordert Regeln und Kontrolle. Denn Stöver findet, dass Drogen sehr gefährlich sein können. «Zu schädlich, um sie unkontrolliert Schwarzmarkt und Kriminalität zu überlassen.»

Dieser Meinung ist auch Felipe Calderón, doch hat er daraus bislang ganz andere Konsequenzen gezogen. Der mexikanische Präsident blies gleich nach seiner Wahl im Dezember 2006 zum Krieg gegen die Drogenkartelle. Seitdem sind fast 60.000 Menschen in Mexikos Drogenkrieg gestorben. Die Zahl der Morde pro 100.000 Einwohner ist von 8 auf 18 gestiegen, ein Großteil der Mexikaner arbeitet für die Drogenmafia, Kinder wollen Drogenboss werden, und die «Narcos», wie die Drogenhändler heißen, werden in den populären Narcocorridos besungen, die in Mexikos Charts hoch und runter laufen.

Auch Vicente Fox hält Drogen für gefährlich. Fox ist Calderóns Vorgänger und stand 2006 kurz davor, ein Gesetz zu unterschreiben, das den Besitz geringer Mengen von Rauschmitteln erlaubt. Seit er erlebt hat, was der Drogenkrieg seines Nachfolgers anrichtete, bekundet er öffentlich, man müsse über Legalisierung und Regulierung von Drogen sprechen. So sehen das inzwischen viele seiner Kollegen, Brasiliens Ex-Präsident Fernando Henrique Cardoso, César Gaviria aus Kolumbien und sein Vorgänger Ernesto Zedillo zum Beispiel. Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa forderte 2010 die Legalisierung von Drogen. Denn bislang ist Drogenanbau, Handel, Verkauf und Konsum nicht nur verboten, sondern auch nicht reguliert – und damit ohne Kontrolle.

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Betrunken bei der Arbeit: Alkoholmissbrauch in Brandenburg überdurchschnittlich

Einer Studie zufolge müssen im Land Brandenburg überdurchschnittlich viele Erwerbstätige wegen Alkoholmissbrauchs ärztlich behandelt werden

PNN vom 12.09.2012
von Matthias Matern

Potsdam – Im Land Brandenburg haben überdurchschnittlich viele Erwerbstätige ein Alkoholproblem. Das zumindest ist ein Ergebnis des aktuellen Gesundheitsreports der Barmer Ersatzkasse für das Land Brandenburg. Einer Erhebung unter bundesweit 3,5 Millionen bei der Barmer versicherten Erwerbstätigen zufolge wurden im Jahr 2010 bei 1,17 Prozent der Personen „Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol“ festgestellt. Trauriger Spitzenreiter mit einem Anteil von 1,59 Prozent ist Mecklenburg-Vorpommern, gefolgt von Hamburg, Bremen, Berlin, Schleswig-Holstein und Bayern. Das Land Brandenburg landet laut dem Barmer-Ranking mit 1,25 Prozent auf dem siebten Platz. Am geringsten ist der Anteil der Erwerbstätigen, die wegen Alkoholproblemen ärztlich behandelt werden mussten, in Thüringen (1,02 Prozent).

Im Land Brandenburg, das auch nach Auswertung der Barmer-Daten bundesweit den höchsten Krankenstand aufweist, wurden die Angaben von insgesamt 187 000 Personen analysiert. Zwar sei der Anteil derer, die aufgrund von Alkoholproblemen krank geschrieben seien, im Vergleich zu denen, die aufgrund anderer Ursachen fehlten, gering. Doch sei die Sucht nicht selten Auslöser für andere attestierte Beschwerden oder Unpässlichkeiten und werde somit statistisch gar nicht erfasst, gab der Landesgeschäftsführer der Barmer Brandenburg, Hermann Schmitt, am Dienstag zu bedenken. Zudem sei der bundesweit geschätzte volkswirtschaftliche Schaden durch Alkoholmissbrauch mit rund 26 Milliarden Euro immens. „Bei jeder sechsten Kündigung ist übermäßiger Alkoholkonsum ein Grund“, so Schmitt.

Weiterlesen auf pnn.de: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/680212/

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