Nichtrauchen: Vier Wege aus der Nikotinsucht

Etwa jeder dritte Deutsche greift regelmäßig zur Zigarette. Therapien, Nikotinpflaster oder Hypnose versprechen den einfachen Ausstieg aus der Sucht. Doch selbst die beste Methode kann nur dann helfen, wenn der Raucher wirklich aufhören will.

Spiegel Online, 27.10.2012
Von Julia Merlot

Rauchen kostet Geld und viel Lebenszeit. Wer rechtzeitig aufhört, bekommt bis zu zehn Jahre geschenkt, zeigt eine aktuelle Übersichtsstudie. Doch die Glimmstängel für immer zu verbannen, ist leichter gesagt als getan. Dabei kann die Rauchabstinenz auf ganz unterschiedliche Weise gelingen.

Manche legen den Glimmstängel von heute auf morgen aus der Hand, andere versuchen, sich das Rauchen nach und nach abzugewöhnen. Der inzwischen verstorbene Nichtraucher-Aktivist Allen Carr half mit seinem Bestseller „Endlich Nichtraucher“ einigen Qualmern beim Aufhören. Aber auch Hypnotiseure und Akupunkteure versprechen, das Entzugsleiden erträglich zu machen.

Die meisten Menschen starten den Rauchstopp ohne Hilfe: Laut dem Eurobarometer 2012 versuchen 66 Prozent der Raucher, allein von den Zigaretten loszukommen. Dies gelingt ihnen allerdings nur selten beim ersten Versuch. „Der Wille zum Aufhören ist dennoch die entscheidende Grundvoraussetzung“, sagt Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). „Ohne ihn nutzt auch kein Hilfsmittel.“

Derzeit rauchen laut Eurobarometer etwa 30 Prozent der Deutschen. 47 Prozent der 15- bis 24-Jährigen haben schon einmal versucht, das Rauchen aufzugeben. In der Gruppe der 40- bis 54-Jährigen waren es 66 Prozent. Rauchen kann körperlich und seelisch abhängig machen. Daher empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) in einer Leitlinie für einen sicheren Rauchstopp, Methoden zur psychologischen und physiologischen Entwöhnung zu kombinieren.

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Wenn Suchtkranke nicht in die Klinik wollen

Wenn Suchtkranke nicht in die Klinik wollen
In der Aue gibt es Brandenburgs erste Tageseinrichtung – mit Warteliste

PNN, 09.06.2012
von S. Pyanoe

Babelsberg – Für Suchterkrankungen gilt: Je länger die Phase des Entzugs, desto niedriger das Rückfallrisiko. Die neue, in Brandenburg einzige Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen will hier anknüpfen. Wer nach dem stationären Entzug oder von Anfang an für eine ambulante Betreuung bereit ist, für den ist die neue Tagesklinik des Klinikums „Ernst von Bergmann“ in Babelsberg eine Alternative zum Krankenhaus.

Am gestrigen Freitag wurde das Haus offiziell eröffnet. Nach den guten Wünschen der Beigeordneten für Gesundheit, Elona Müller-Preinesberger (parteilos), konnten Klinikchef Christian Kieser sowie seine Kollegen Oberärztin Sibylle Kaps-Sommer, Matthias Kusch und Philipp Neumann von ersten Reaktionen der Patienten berichten. Diese hätten sich in Fragebögen sehr zufrieden geäußert, sagte Kieser. Die Tagesklinik in der Straße In der Aue kann 15 Patienten gleichzeitig betreuen, überweisen kann jeder Arzt.

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