Drogenkonsum in Deutschland unverändert

Der Konsum illegaler Drogen ist in Deutschland in den vergangenen Jahren nahezu unverändert. Dies geht aus dem Jahresbericht der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) hervor, der am 5. November 2013 in München veröffentlicht wurde.

Demnach gaben 4,5 Prozent der befragten Erwachsenen an, sie hätten in den vergangenen zwölf Monaten Cannabis konsumiert. Damit bleibt Cannabis weiterhin die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Insgesamt erklärten 4,9 Prozent der Befragten, im vergangenen Jahr illegale Drogen konsumiert zu haben.

Alkohol, Medikamente, Drogen: Zahl der süchtigen Senioren steigt

Von Jana Hauschild
Spiegel Online, 26.11.2013

Immer mehr Menschen im Rentenalter greifen im Übermaß zu Alkohol, Schmerzmitteln und Schlaftabletten. Häufig werden die Anzeichen für eine Abhängigkeit als Alterserscheinungen abgetan. Doch für eine Behandlung ist es nie zu spät, sie kann kostbare Lebensjahre schenken.

Immer, wenn sie morgens schlecht gelaunt aufwachte, gönnte sich Erna Müller* ein Glas Sekt. Und das war sehr oft. Dann noch eins, nicht selten auch eine ganze Flasche. Immer häufiger. An diesen Tagen verbrachte die 79-Jährige mehrere Stunden vor dem Fernseher, überließ ihrer Tochter wichtige Aufgaben und Einkäufe.

Müller ist eine von rund 400.000 Menschen in Deutschland, die über 60 Jahre alt sind und ein Alkoholproblem haben. Mindestens viermal so viele Senioren, weit mehr als eine Million, gehen ebenso problematisch mit Medikamenten um.

Weiterlesen auf spiegel.de

Hintergrund:
Sucht im Alter: „Für eine Behandlung ist es nie zu spät“ [Spiegel Online, 26.11.2013]

Steriles Spritzbesteck für Gefangene!

Die Deutsche AIDS-Hilfe fordert die deutschen Justizvollzugsanstalten auf, Gefangenen Zugang zu sterilem Spritzbesteck als Schutz vor HIV und Hepatitis zu gewähren. Unterstützt wird die Initiative vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit und von akzept e. V. 

Chill out e.V. unterstützt die Aktion selbstverständlich ebenfalls.

Die Website „Saubere Spritzen für Gefangene“ sucht dringend Unterstützer/innen, die die Forderung unterzeichnen oder auch am 10.12.2013 (Tag der Menschenrechte) eigene Aktionen starten. Auf der Seite finden Sie Interviews mit Heino Stöver, einen Beitrag vom NDR und weitere Infos rund um die Spritzenvergabe in Haft und die geplanten Aktionen: www.drogenundmenschenrechte.de

560.000 Internetabhängige in Deutschland

Eine aktuelle Studie der Universität Lübeck hat bestätigt, dass rund ein Prozent der Bevölkerung zwischen 14 und 65 Jahren internetabhängig ist. Das entspricht einer Zahl von etwa 560.000 Menschen.

Die vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Untersuchung „Prävalenz der Internetabhängigkeit – Diagnostik und Risikoprofile (PINTA-DIARI)“ zeigt zudem, dass Soziale Netzwerke das gleiche Suchtpotenzial wie Onlinespiele besitzen. So gaben 37 Prozent der befragten Abhängigen an, hauptsächlich in sozialen Netzwerken aktiv zu sein und ebenfalls 37 Prozent, ihre Zeit vor allem mit Onlinespielen zu verbringen. Frauen waren deutlich häufiger von der Abhängigkeit in Sozialen Netzwerken betroffen, Männer von Onlinespielen.

Zur Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung auf drogenbeauftragte.de
Weitere Informationen zum Thema Computer- und Internetsucht auf drogenbeauftragte.de

Quelle:
Bundesministerium für Gesundheit,
Gesundheitspolitische Informationen (GP_aktuell) Nr. 18/13 vom 26.9.2013

AOK-Report: „Gehirndoping“ bei der Arbeit nimmt zu

Ärzte Zeitung, 23.08.2013
Von Anno Fricke

Arbeiten auf Speed – für immer mehr Berufstätige trifft das zu. Die Folge: Die Zahl der Arbeitsausfälle aufgrund des Missbrauchs von Amphetaminen ist laut einem AOK-Report innerhalb von zehn Jahren um 400 Prozent gestiegen. Doch die illegalen Drogen stellen nicht das größte Problem dar.

BERLIN. Die Arbeitsverdichtung in den Unternehmen, die Forderungen nach Mobilität und ständiger Verfügbarkeit senken die Hemmschwelle, zu leistungssteigernden Drogen zu greifen. Dies geht aus dem Fehlzeitenreport hervor, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat.

Die Dynamik der Entwicklung ist enorm. Um rund 400 Prozent von 8100 auf 30.000 ist die Zahl der Fehltage aufgrund des Gebrauchs von stimulierenden Drogen seit dem Jahr 2002 gestiegen. Die Dunkelziffer der Amphetamin-, Ritalin- und Modafinil-Konsumenten am Arbeitsplatz schätzen die Wissenschaftler hoch.

Weiterlesen auf aerztezeitung.de

„Jeder fünfte Zehntklässler hat probiert“

„Jeder fünfte Zehntklässler hat probiert“

PNN, 26.06.2013
Herr Schmolke, wie verbreitet ist der regelmäßige Konsum von illegalen Drogen unter Jugendlichen?

Überwiegend wird von den Jugendlichen Cannabis in unterschiedlichen Formen konsumiert. Der Anteil der regelmäßigen Konsumenten ist über lange Jahre stabil zwischen zwei und drei Prozent. Größere Schwankungen gibt es hingegen beim sogenannten Probierkonsum. Der ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Nach der letzten Schülerbefragung haben knapp 20 Prozent der Potsdamer in der 10. Klasse schon einmal Cannabis probiert.

Wie sieht es mit anderen Drogen aus?

Solche Fälle gibt es natürlich auch. Das wissen wir aus der Beratung. Allerdings sind sie so selten, dass man den Konsum kaum statistisch erfassen kann. Und der Konsum bei jungen Erwachsenen ist kaum untersucht.

Weiterlesen auf pnn.de

 

Bei Anruf Rauschgift

Ein 31-jähriger Drewitzer soll einem 15-Jährigen regelmäßig Drogen verkauft haben. Nun steht er vor Gericht. 2012 gab es in Potsdam 301 Drogendelikte

PNN, 26.06.2013

Es war so einfach für Fabian F.*: Ein Anruf in der Drewitzer Wohnung des vermeintlichen Dealers genügte und der 15-Jährige wurde mit Stoff versorgt. Zwischen Januar und September 2012 soll der vorbestrafte Ronny R.* dem Jugendlichen fast täglich Cannabis und Speed zum Grammpreis von je zehn Euro verkauft haben – insgesamt 180 Mal. Derzeit muss sich der Hartz-IV-Empfänger wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln vor dem Landgericht verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihm mindestens vier Jahre Haft.

Weiterlesen auf pnn.de