Regeln statt Verbot: Drogen legalisieren für den Frieden

news.de, 04.07.2012
von Isabelle Wiedemeier

60.000 Tote – der Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, daran haben hochkarätige internationale Politiker keinen Zweifel mehr. Stattdessen fordern sie jetzt Regulierung: Regeln und Kontrolle sollen Konsumenten helfen und das Blutvergießen stoppen. Heino Stöver setzt sich dafür seit Jahren ein, ein neues Buch macht konkrete Vorschläge.

Nein, Professor Stöver will nicht den kollektiven Rausch. Er will keine wilde Legalisierung von Cannabis, Koks und womöglich Heroin. Er fordert Regeln und Kontrolle. Denn Stöver findet, dass Drogen sehr gefährlich sein können. «Zu schädlich, um sie unkontrolliert Schwarzmarkt und Kriminalität zu überlassen.»

Dieser Meinung ist auch Felipe Calderón, doch hat er daraus bislang ganz andere Konsequenzen gezogen. Der mexikanische Präsident blies gleich nach seiner Wahl im Dezember 2006 zum Krieg gegen die Drogenkartelle. Seitdem sind fast 60.000 Menschen in Mexikos Drogenkrieg gestorben. Die Zahl der Morde pro 100.000 Einwohner ist von 8 auf 18 gestiegen, ein Großteil der Mexikaner arbeitet für die Drogenmafia, Kinder wollen Drogenboss werden, und die «Narcos», wie die Drogenhändler heißen, werden in den populären Narcocorridos besungen, die in Mexikos Charts hoch und runter laufen.

Auch Vicente Fox hält Drogen für gefährlich. Fox ist Calderóns Vorgänger und stand 2006 kurz davor, ein Gesetz zu unterschreiben, das den Besitz geringer Mengen von Rauschmitteln erlaubt. Seit er erlebt hat, was der Drogenkrieg seines Nachfolgers anrichtete, bekundet er öffentlich, man müsse über Legalisierung und Regulierung von Drogen sprechen. So sehen das inzwischen viele seiner Kollegen, Brasiliens Ex-Präsident Fernando Henrique Cardoso, César Gaviria aus Kolumbien und sein Vorgänger Ernesto Zedillo zum Beispiel. Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa forderte 2010 die Legalisierung von Drogen. Denn bislang ist Drogenanbau, Handel, Verkauf und Konsum nicht nur verboten, sondern auch nicht reguliert – und damit ohne Kontrolle.

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Drogen und Suchtbericht 2012 veröffentlicht

Drogen und Suchtbericht 2012 veröffentlicht

Der Drogen- und Suchtbericht 2012 zeigt: Insgesamt gehen die KonsumentInnen-Zahlenim Tabak-, Alkohol- und Cannabiskonsum zurück.

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden [PDF ca. 2 MB].

 


Dyckmans: Drogen- und Suchtpolitik zeigt Wirkung, Risikogruppen stärker in den Fokus nehmen.

Pressemitteilung der Bundesdrogenbeauftragten vom 22.05.2012
Im Original lesen auf drogenbeauftragte.de

Anlässlich der Veröffentlichung des Drogen- und Suchtberichts 2012 erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: „In vielen Bereichen zeigen die Maßnahmen zur Verringerung des Drogen- und Suchtmittelkonsums Wirkung. Dennoch gibt es weiterhin Gruppen mit besonders hohem oder riskantem Konsum, die noch besser erreicht werden müssen.“

Der Tabakkonsum von Jugendlichen hat im Jahr 2011 einen erneuten Tiefststand erreicht. Die Zahl der rauchenden Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ist 2011 auf unter 12 % gesunken. Auch beim regelmäßigen Alkoholkonsum Jugendlicher gibt es einen rückläufigen Trend (2001: 17,9 %; 2011: 14,2 %). Beim Cannabiskonsum geht der Anteil Jugendlicher und junger Erwachsener, die mindestens einmal im Leben Cannabis probiert haben, ebenfalls weiter zurück. Er fiel von 15,1 % im Jahr 2004 auf 6,7 % im Jahr 2011.

Dagegen ist das Rauschtrinken bei älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer noch weit verbreitet. Die alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen sind weiter gestiegen. Auch der regelmäßige Alkoholkonsum von jungen Erwachsenen (18-25 Jahre) ist unverändert hoch und lag 2001 wie 2011 bei knapp 40 %.

Es zeigt sich zudem, dass das gewerbliche Glücksspiel bei Jugendlichen
(16-17 Jahre) und bei jungen Erwachsenen (18-20 Jahre) stark zugenommen hat. Dies ist mit einem höheren Suchtrisiko für diese Altersgruppe verbunden.

Zunehmend verbreitet ist auch der exzessive oder pathologische Computer-spiel- und Internetgebrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Etwa 250.000 der 14- bis 24- Jährigen gelten als internetabhängig, 1,4 Mio. als problematische Internetnutzer.

„Wir müssen unsere Präventionsmaßnahmen gezielt auf Risikogruppen ausrichten. Prävention wirkt nur, wenn sie die betroffenen Menschen auch erreicht. Dazu brauchen wir passgenaue Hilfsangebote. Die Nationale Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik setzt dort an. Nun geht es darum, weitere Schritte zu ihrer Umsetzung auf den Weg zu bringen“, so die Drogenbeauftragte.

Ein Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf dem Bereich der Computerspiel- und Internetsucht. „Wir möchten in diesem Bereich nicht nur die Datenlage durch Studien weiter verbessern“, so Dyckmans. „Es bedarf auch weiterer Anstrengungen zur besseren Aufklärung der Menschen über einen verantwortungsvollen Computer- und Internetgebrauch und zur Verbesserung der Hilfsangebote.

Ein weiterer Ansatzpunkt ist der Spieler- und Jugendschutz beim Glücksspiel. Bei der Novellierung der Spielverordnung setze ich mich weiterhin für eine drastische Reduzierung der Anzahl der Automaten in Gaststätten ein. Ein weiteres Thema des kommenden Jahres wird auch die Gesundheit im Alter sein. Wir müssen Wege finden, wie ältere Menschen mit Suchtproblemen besser vom Suchthilfesystem erreicht werden.“

Hintergrund zum Drogen- und Suchtbericht 2012

Der Drogen- und Suchtbericht 2012 gibt einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich Drogen und Sucht des vergangenen Jahres auf nationaler und internationaler Ebene. Er berichtet zudem über aus-gewählte Projekte und Aktivitäten aus Ländern, Kommunen und Verbänden. Dieses Jahr würdigt der Drogen- und Suchtbericht mit seiner Rubrik „Vorgestellt“ das freiwillige bürgerschaftliche Engagement für die Suchtprävention.

Cannabis

 Szenenamen:

Bendsch, Bon, Bhang, Brown, Dope, Gage, Ganja, Gras, Grünes, Hasch, Haschisch, Kiff, Kraut, Marihuana, Mary Jane, Marijuana, Mary Warner, Muggles, Piece, Pot, Riefer, Shit, Stoff, Tea, Weed

 Substanz:

Cannabis wird vorrangig als Haschisch (Shit, Dope, Piece), d.h. als gepresstes, mitunter gestrecktes Harz der Hanfpflanze, oder als Marihuana (Gras), d.h. in Form der getrockneten weiblichen Blüten konsumiert.

Der Gebrauch von Haschisch-Öl (ein Extrakt aus dem Harz ) ist in Europa weniger verbreitet. Der Hauptwirkstoff ist psychoaktives THC (Tetrahydrocannabinol). Der THC-Gehalt ist am höchsten im Haschisch-Öl. Haschisch ist in der Regel potenter als Marihuana. Cannabis wird am häufigsten geraucht (“kiffen”), meist in Form eines Joints im Gemisch mit Tabak. Üblich sind auch diverse andere Rauchtechniken mit verschiedensten Geräten (Bong, Chillum, Eimer, Pfeifen, Erdloch) bei denen die Wirkung durch tiefere Inhallation und konzentrierteren Rauch oft sehr schnell und stark einsetzt. Außerdem ist das Trinken bzw. Essen von Haschisch (in Milch oder Tee, Joghurt, Keksen, Kuchen usw.) anzutreffen.

 Wirkung:

Es kommt zum Auftreten von Mundtrockenheit, “roten Augen”, einer Blutdrucksteigerung, leicht herab gesetzter Körpertemperatur und einer Absenkung des Blutzuckerspiegels (gesteigerter Appetit ). Gelegentlich können Schwindelgefühle, Übelkeit und Erbrechen auftreten. Die Wirkung von Cannabis ist stark dosisabhängig, setzt kurz nach dem Inhallieren ein und dauert ca. 4 Stunden. Von einer milden Beruhigung mit gehobener Stimmung bis hin zu Verwirrungszuständen sind unterschiedlichste Rauscherlebnisse beschrieben worden. Häufig kommt es zu akustischen und optischen Wahrnehmungsänderungen. So wird die emotionale Wirkung von Musik verstärkt, die Farbwahrnehmung und räumliche Eindrücke sind intensiviert, häufig verbunden mit einer gesteigerten Licht-empfindlichkeit.
Unter Cannabis nimmt deine Reaktionszeit deutlich zu, die Orientierung kann durch räumliche Verzerrung erschwert sein. Es kommt zu mangelnder Konzentrationsfähigkeit, mit Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und Verschiebung des Zeitgefühles. Nach hoher Cannabis-Dosis läßt deine Fähigkeit zur Lösung komplexer motorischer u. geistiger Aufgaben nach. Du bist ganz einfach breit. Die Sprache ist verwaschen, du hast Schwierigkeiten dich auszudrücken, deine Aufmerksamkeit schweift ab. Du vergißt, was du gerade sagen wolltest oder Gespräche weichen auf Nebenaspekte aus, weil der Denkfaden gerissen ist. Neue Ideen u. Assoziationen drängen ins Bewußtsein und lenken vom Kern des eigentlichen Gespräches ab.
Dein Körper fühlt sich leicht und schwebend an. Im Cannabisrausch werden bereits vorhandene Gemütszustände verstärkt. Über das Auftreten unterschiedlicher Temperaturempfindungen wird häufig berichtet, allerdings geht dies kaum mit objektiv nachweisbaren Veränderungen einher. Außerdem kommt es zu einer Intensivierung der Geschmackswahrnehmung, oft gekoppelt mit gesteigertem Appetit, vor allem auf Süßigkeiten (Fress-Flash). Die häufig auftretende, oft unbegründete Heiterkeit (Lach-Flash), Ausgelassenheit und Albernheit mündet manchmal in Müdigkeit und Schlafbedürfnis beim Abklingen der Wirkung.

 Gefahren:

Cannabis kann dich psychisch abhängig machen. Ähnlich wie beim Zigarettenrauchen hast du ständig das Gefühl, “da war doch noch was”. Unter Cannabiskonsum ist deine Verkehrstüchtigkeit stark herabgesetzt bzw. nicht mehr gegeben. Vereinzelt kann es bei psychisch labilen Personen zum Auftreten akut psychotischer Reaktionen kommen. Bei Überdosierung können Herzrasen, starke Halluzinationen und Angstzustände auftreten.
Häufiger Cannabiskonsum führt natürlich auch zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko, die Ausbildung einer chronischen Bronchitis ist möglich. Cannabiskonsum kann latente (verborgene) Psychosen aktivieren, wobei davon ausgegangen werden muß, dass diese bei entsprechender Anlage mehrere Jahre früher auftreten, als im Normalfall (Katalysator). Nicht belegt ist, dass sogenannte amotivationale Syndrom, da bei Cannabiskonsumenten weder geringere Leistungsfähigkeit noch schlechtere akademische Leistungen (im Vergleich zu Nichtkonsumenten) nachgewiesen werden konnten (Kleiber-Studie).

 Safer use:

Zu extremen Kreislaufbelastungen kann die gleichzeitige Einnahme von Speed und Haschisch führen.
Beim gleichzeitigem Konsum von Cannabis und Alkohol kann es unter Umständen zur Verstärkung negativer Symptome (Übelkeit, Erbrechen) kommen.
Vermeide besser Mischkonsum!
Space Cakes (Haschkekse) essen ist riskant, da die Dosis schwer abzuschätzen ist und die Wirkung spät, oft plötzlich einsetzt.
Auch ist zu beachten, dass psychisch kranke Menschen, Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen und Krampfleidende keine Cannabisprodukte konsumieren sollten.
Unter Cannabiseinfluß solltest du auf die Teilnahme am Straßenverkehr in jeglicher Form verzichten.
Beim Rauchen aus einer Wasserpfeife (Bong) gelangt der Rauch weniger heiß in die Lunge, was zu geringeren Schädigungen der Lungenbläschen führt. Durch die höhere Verbrennungstemperatur finden sich im Rauch aber sogar höhere Konzenrationen schädlicher Verbrennungsrückstände wie Kohlenstoffmonoxid.
Beim Einsatz von Vaporisatoren (in denen Cannabis nicht verbrannt, sondern durch elektrisch erzeugte Hitze verdampft wird) wird der Teergehalt erheblich reduziert, die Lunge leidet so weniger. In einer Studie wurde allerdings nachgewiesen, dass der Rauch aus Vaporisatoren erheblich höhere Dosen Ammoniak als ein Joint enthält. Ammoniak wirkt nervenschädigend und kann Leberschäden nach sich ziehen (s. Artikel auf drugcom.de).

 1.Hilfe:

Bringe die betreffende Person in einen ruhigen Raum mit frischer Luft (chill out). Hinsetzen und Füße hochlagern. Die Zufuhr von Vitaminen in Form von Obst oder Getränken bringt meist etwas runter.
Wichtig ist es, bei der Person zu bleiben, mit ihr zu reden und sie zu beruhigen (talk down).

Geschichte:

 

10000 v.Chr. Hanfanbau in China zur Textilherstellung, als Nahrungsmittel und als Medizin.
8000 v.Chr. Auf dem Gebiet der heutigen Türkei wird Hanf zu Gewebe verarbeitet (Catal Hüyük).
5500 v.Chr. Frühester Fund von Cannabissamen auf dem Gebiet des heutigen Deutschland (Eisenberg/Rüringen).
3700 v.Chr. Erste schriftliche Erwähnung des Hanfs in Pen Tsao, einem chinesischen Arzneibuch
484 v.Chr. Herodot berichtet vom Hanf (gebrauch der Skythen und den Hanfkleidern der Thrakier
200: Galen ein griechischer Arzt berichtet von dem (weitverbreiteten) Brauch der Ägypter, cannabishaltige Gebäcke zu verspeisen (…welche Ausgelassenheit und Vergnügen hervorriefen).
550: Die Kleidung der im Jahre 565 in Paris begrabenen Merowinger- Königin Adelgund bestand bereits aus voll aufgearbeitetem Hanfgewebe.
800: Karl der Große ordnet per Gesetz (Kapitulare) den Hanfanbau an.
1150: Hildegard von Bingen erforscht und beschreibt in ihren medizinischen Werken u.a. die Heilpflanze Hanf.
12.Jh.: Auftreten der Hashishin (Krautesser) einer fanatischen muslimischen Sekte, in Persien unter Führung des „Alten vom Berg“.
1455: Gutenberg stellt seine auf Hanfpapier gedruckte Bibel fertig.
1550: Francois Rabelais, französischer Schriftsteller und Arzt, beschreibt die botanischen und psychoaktiven Qualitäten des Cannabis (3. Buch des Pantagruel).
1765: G. Washington. erster Präsident der USA, baut ebenfalls Hanf an. In seinem Tagebuch notiert er:
„…Trennen der weiblichen Pflanzen von den männlichen…“
1839: William O´Shaugnessy, Prof. für Chemie und Naturphilosophie (Calcutta), erforscht den medizinischen Aspekt der Pflanze und stellt eine Cannabistinktur her. Damit führt er Cannabis in die westliche Medizin ein.
1858: Fitz Hugh Ludlow’s „The Hasheesh Eater“, ein Klassiker der Drogenliteratur, erscheint.
1885: 3,5 t Ganja (Marihuana), 12 t Bhang (marihuanahaltiges Getränk) und 300 t Charas (Haschisch) werden allein im September nur im Hamburger Hafen gelöscht.
1910: Die letzten hanfhaltigen Zigaretten verschwinden vom deutschen Markt. Grund: Die Mode des „Leichtrauchens“ bürgert sich ein.
1912: Hanf erscheint eher zufällig auf der Verbotsliste der 1. Internationalen Opiumkonferenz.
1924: Die 2. Internationale Qpiumkonferenz erläßt ein weltweites Gesetz zur Drogenkontrolle. Hanf befindet sich auf Drängen von Südafrika (das weiße Burenregime hatte Schwierigkeiten mit seiner aufsässigen kiffenden schwarzen Bevölkerung) mit auf der Verbotsliste.
1933: Indischer Hanf wird im deutschen Opiumgesetz ausdrücklich als verboten spezifiziert.
1937: In den USA tritt der „Marijuana Tax Act“ in Kraft.
ab 1939: Der Hanfanbau (zur Fasergewinnung) wird weltweit (in Folge des Krieges und der abgeschnittenen Importrouten für überseeische Faserpflanzen) forciert („Hemp For Victory“).
1941: Cannabis wird aus der Pharmacopeia (Medikamentenliste) gestrichen. Die (deutschen) Pharmariesen Bayer und IG Farben hatten sich ihre Erfindungen Heroin, Kokain und Methadon als neue Wundermedizinen patentieren lassen.
1945: Nach dem Krieg geht der Hanfanbau in der westlichen Welt wieder bis zur Bedeutungslosigkeit zurück. Fasern aus Übersee sowie die noch billigeren synthetischen Fasern der petrochemischen Industrie sind ausreichend vorhanden.
1962: Anfang der Hippie- Bewegung. Zunächst in den USA, später in Großbritannien (Swinging London) und den anderen westeuropäischen Staaten.
1964: Die Beatles veröffentlichen eine ganzseitige Anzeige in der TIMES, in der sie eine Cannabisfreigabe befürworten.
1972: Erste Coffeeshops in Amsterdam.
1980: Erste internationale Cannabiskonferenz in Amsterdam mit Teilnehmern aus Jamaica, USA, Holland, BRD, Italien, Frankreich und anderen Ländern.
1994: Urteil des Bundesverfassungsgerichts, mit dem Tenor, daß künftig kleine Mengen und gelegentlicher Konsum von Cannabisprodukten straffrei bleiben sollen.
Keine Einigung der Innenminister der Länder über „geringe Menge“.

Diese Informationen sind keine Anleitung oder Motivierung zum Drogenkonsum!

 

Cannabis – Quo Vadis?

Interaktiver Parcours rund um Cannabiskonsum

Wissen zu Cannabis aneignen, Hanf-Mythen hinterfragen

Dieser interaktive Präventionsparcours vermittelt anhand von sechs Themenstationen fachlich fundierte und realistische Informationen zum Thema. Bestehende Mythen wie „Kiffen ist gesünder als Rauchen oder Alkohol trinken“ werden dabei problematisiert.

Die Jugendlichen setzen sich u. a. mit ihrer eigenen Biografie auseinander, indem sie die Rolle des Cannabiskonsums mit Lebensentwürfen fiktiver Personen in Zusammenhang stellen. Auch Situationen zu Hause und in der Schule werden durchgespielt und diskutiert, ein Perspektivenwechsel mit Eltern und Lehrer_innen angeregt. Außerdem informieren wir – für den Fall, dass irgendwann mal Probleme mit Konsum entstehen – über das Potsdamer Hilfesystem.

Alter: ab Klassenstufe 8

Zeitumfang: 3 Zeitstunden.

Kostenbeteiligung: € 150,- (3 Zeitstunden)