Alkohol, Medikamente, Drogen: Zahl der süchtigen Senioren steigt

Von Jana Hauschild
Spiegel Online, 26.11.2013

Immer mehr Menschen im Rentenalter greifen im Übermaß zu Alkohol, Schmerzmitteln und Schlaftabletten. Häufig werden die Anzeichen für eine Abhängigkeit als Alterserscheinungen abgetan. Doch für eine Behandlung ist es nie zu spät, sie kann kostbare Lebensjahre schenken.

Immer, wenn sie morgens schlecht gelaunt aufwachte, gönnte sich Erna Müller* ein Glas Sekt. Und das war sehr oft. Dann noch eins, nicht selten auch eine ganze Flasche. Immer häufiger. An diesen Tagen verbrachte die 79-Jährige mehrere Stunden vor dem Fernseher, überließ ihrer Tochter wichtige Aufgaben und Einkäufe.

Müller ist eine von rund 400.000 Menschen in Deutschland, die über 60 Jahre alt sind und ein Alkoholproblem haben. Mindestens viermal so viele Senioren, weit mehr als eine Million, gehen ebenso problematisch mit Medikamenten um.

Weiterlesen auf spiegel.de

Hintergrund:
Sucht im Alter: „Für eine Behandlung ist es nie zu spät“ [Spiegel Online, 26.11.2013]

Potsdam prüft nächtliches Alkoholverbot

In Stuttgart, Tübingen oder Ulm ist es schon lange Realität: Ab 22 Uhr darf kein Alkohol mehr verkauft werden, nicht im Supermarkt oder am Kiosk, nicht an der Tankstelle und auch nicht vom Pizza-Lieferservice. Nun wird auch in Potsdam ein nächtliches Alkoholverbot geprüft.

PNN, 11.11.2013
von Katharina Wiechers

Potsdam – Die Stadtverwaltung prüft ein nächtliches Verkaufsverbot von Alkohol. Das Pro und Contra eines Verbots von 22 bis 5 Uhr werde intern beraten, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow den PNN. Hintergrund ist ein Vorstoß des Städtenetzwerks Kriminalprävention, in dem Potsdam Mitglied ist.

Weiterlesen auf pnn.de

Alkoholprävention: Zwölf Kommunen ausgezeichnet.

Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbes „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“ sind zwölf Städte und Gemeinden für ihre Kampagnen zur Alkoholprävention im öffentlichen Raum ausgezeichnet worden.

99 Städte, Gemeinden und Kreise aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich mit einem eigenen Beitrag beworben. Das Thema des 6. Bundeswettbewerbs lautete „Alkoholprävention im öffentlichen Raum“.

Die Preise wurden am 3. Juni 2013 in Berlin übergeben. „Die Gewinner werden Nachahmer finden“, sagte Minister Bahr. Die als vorbildlich bewerteten Aktionen zeigten auch anderen Kommunen, welche Chancen es für Suchtprävention auf lokaler Ebene gebe.

Weitere Informationen zum Wettbewerb finden sich unter kommunale-suchtpraevention.de.

Quelle: BZgA

Info-Event: „Safer Nightlife Berlin ‑ Gesundheitsschutz im Nachtleben“

Schöne Ausgeherlebnisse und gesundheitsbewusstes Feiern ‑ dafür setzen sich die Suchthilfe-Träger Fixpunkt und Chill out in Kooperation mit weiteren Partnern ein. 

Mit Aufklärungsmaterial und Infoständen sensibilisieren Mitarbeiter/innen von Chill out und Fixpunkt Partygäste zu Gesundheitsgefährdungen, die durch den Konsum von Alkohol und anderen Drogen, langes Feiern, laute Musik und riskanten Sex drohen. In Kooperation mit der ClubCommission Berlin werden Club-Mitarbeiter/innen geschult, um deren Handlungssicherheit bei Notfällen, im Umgang mit Drogenkonsument/innen und zum Infektionsschutz am Arbeitsplatz zu erhöhen.

Am 16. und 17. Mai 2013 richtet das Party+-Netzwerk (www.partyplus.eu) ein internationales Seminar in Berlin aus, zu dem etwa 40 Projektmitarbeiter/innen von ähnlichen Projekten aus ganz Europa zusammen kommen, um sich auszutauschen und gemeinsam Standards für den Gesundheitsschutz im Nachtleben zu erarbeiten. Im Rahmen des Seminars präsentieren die Berliner Gesundheitsförderer im Nachtleben und die Akteure des Party+-Netzwerks ihre Arbeit und informieren über notwendige nächste Schritte für gesundheitsbewusstes Feiern.

Wir laden ein zum Info-Event:

„Safer Nightlife Berlin ‑ Gesundheitsschutz im Nachtleben“

am Do., 16. Mai 2013, 21:00 bis ca. 22:00 Uhr

Ort: Bi Nuu, Im Schlesischen Tor [U Schlesisches Tor],
www.facebook.com/BiNuuBerlin

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei,
eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Mehr Infos zur Veranstaltung auf www.facebook.com/events/123637081168167/

Alkohol ist Partydroge Nummer eins

Alkohol ist Partydroge Nummer eins
Rüdiger Schmolke von der Fachstelle Konsumkompetenz will Jugendliche sensibilisieren 

MAZ (Lokalnachrichten Ostprignitz-Ruppin)
23.04.2013

Der Kreisjugendring lud gestern in Neuruppin zu einer Fachkonferenz. Thema: Partydrogen. Mit dem Referenten Rüdiger Schmolke von der Fachstelle für Konsumkompetenz aus Potsdam sprach Stephanie Philipp.

MAZ: Welche Drogen sind für Jugendliche heute am spannendsten?

Rüdiger Schmolke: Die Partydroge Nummer eins ist wie eh und je Alkohol. Der hat die größte Akzeptanz in unserer Gesellschaft. Mit Alkohol wollen alle umgehen können.

Weil man auch leicht dran kommt?

Schmolke: Natürlich. Wobei es auch mit anderen Faktoren zu tun hat. Vor allem damit, dass es in beinahe allen Kreisen akzeptiert ist.

Es ist aber auch kein Problem, illegale Drogen zu kaufen?

Schmolke: Es gibt keine systematischen Untersuchungen darüber, wie hoch die Verfügbarkeit von Cannabis ist. Aber im Allgemeinen muss man feststellen, dass es für die allermeisten Jugendlichen kein Problem ist. Fast jeder kennt jemanden, der Cannabis konsumiert, und insofern ist die Beschaffung überhaupt kein Problem.

Gibt es Orte von denen man weiß, dass dort besonders viel Cannabis den Besitzer wechselt?

Schmolke: Nein, denn es gibt keine Cannabis-Szeneorte in der Form. Neben professionellen Dealerstrukturen wird es vor allem im Freundeskreis weitergegeben, weil es da ja auch konsumiert wird.

Sind weiche oder harte Drogen die größere Gefahr?

Schmolke: Diese Einordnung gibt es zwar, wir arbeiten aber mit dem Begriff harte und weiche Konsummuster. Denn letztlich kommt es darauf an, wie der Konsum konkret aussieht. Wenn ich wenige Male im Jahr Kokain konsumiere, kann das sehr viel gesundheitsverträglicher sein, als wenn ich jeden Tag Cannabis konsumiere.

Weiterlesen auf maerkischallgemeine.de

Elternberatung online

Das Internetportal ELSA – Elternberatung bei Suchtgefährdung und Abhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen ist online.

Das kostenlose Angebot richtet sich an Eltern, deren heranwachsende Kinder einen problematischen Alkohol- oder Drogenkonsum, ein problematisches Glücksspielverhalten oder eine übermäßige Computerspiel- oder Internetnutzung zeigen. ELSA will Erziehungskompetenzen fördern, familiäre Konflikte reduzieren und die Gemeinschaft innerhalb der Familie stabilisieren.

www.elternberatung-sucht.de