„Legal Highs“ risikoreicher als vermutet

„Legal Highs“ enthalten teilweise deutlich risikoreichere Substanzen, als ihre Bezeichnung und ihr Erscheinungsbild vermuten lassen.

Dies zeigte die 1. Internationale Konferenz zur „Spice“-Prävention, die am 28.09.2012 in Frankfurt/Main stattfand. Die Konferenz fand im Rahmen eines europäischen Projekts zu synthetischen Cannabinoiden statt, das von der Europäischen Kommission, dem Bundesgesundheitsministerium und dem Drogenreferat der Stadt Frankfurt am Main finanziell gefördert wird.

Bei „Legal Highs“ oder auch „Research Chemicals“ handelt es sich um Produkte mit psychoaktiver Wirkung, die in ihrer Wirkung mit herkömmlichen Drogen vergleichbar sind. Sie enthalten synthetische Substanzen, die zumeist nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt sind. Eine Besonderheit ist die stetig zunehmende Anzahl neu auftauchender psychoaktiver Substanzen und die Verbreitung dieser Drogen über Internethändler. Zudem sind viele dieser Stoffe nicht mit herkömmlichen Drogentests nachweisbar. „Legal Highs“ werden auch als „Badesalze“ oder „Räuchermischungen“ verkauft.

Einige der in „Legal Highs“ gefundenen synthetischen Cannabinoide weisen deutlich unangenehmere und stärkere akute Nebenwirkungen als Cannabis selbst auf.

Gleichzeitig muss von einem erhöhten und schwerwiegenderen Überdosierungsrisiko ausgegangen werden, auch die Gefahr einer Abhängigkeit wird als mindestens so hoch wie bei der natürlichen Droge Cannabis eingeschätzt.

Analyseergebnisse von Legal-High-Proben finden sich im Internet unter

http://www.legal-high-inhaltsstoffe.de

Mehr Infos und Vorträge der Konferenz (leider nur Englisch):

http://www.uniklinik-freiburg.de/rechtsmedizin/live/SpiceConference.html