Fortbildung am 31.08./01.09.: Konsumierende Jugendliche mit Fluchterfahrung – Strategien und Methoden zur Aufklärung, Prävention und Beratung

SFBB-Seminar Nr. 2429/20 für Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit aus Berlin und Brandenburg 

31.08. und 01.09.2020 (jeweils 09:45-17:15) im freiLand Potsdam
– Teilnahme ausnahmsweise kostenfrei! –

Drogengebrauch und Suchtverhalten ist nicht nur alters- und genderabhängig sehr unterschiedlich, sondern in hohem Maße auch kulturell geprägt. Das Konsumverhalten und die hierauf bezogen “mitgebrachten” Traditionen und Lebensweisen von Migranten/-innen unterscheiden sich teilweise ganz erheblich von Menschen in Deutschland ohne Migrationshintergrund. Geflüchtete Menschen sind zudem oft von besonders schweren Belastungen betroffen. Migranten/-innen verfügen aber auch über tradierte gesundheitsfördernde Ressourcen, die vor Suchtverhalten schützen und an die wir im Seminar anknüpfen wollen. 

In der Fortbildung führen wir in die Konsummuster und kulturellen Praktiken in verschiedenen Kulturkreisen ein. Kern des Seminars ist es aber, gemeinsam eine Bedarfsanalyse in Ihren Einrichtungen zu machen und Strategien und Methoden zur Aufklärung und Prävention bei Konsum zu vermitteln. Das Seminar widmet sich daher Fragen wie:

  • Welche Substanzen sind in welchen Kulturkreisen verbreitet, welche Schlüsse können wir für die jungen Geflüchteten in Deutschland ziehen?
  • Welche Funktionen kann der Drogenkonsum insbesondere bei jungen geflüchteten Menschen erfüllen, welche besonderen Risiken bringt er mit sich?
  • Welche besondere Motivation und welches Risikoprofil bezüglich des Substanzkonsums haben traumatisierte Menschen?
  • Was nehme ich zum Anlass für eine Ansprache auf das Konsumverhalten, wie gehe ich dabei sensibel und rechtssicher um?
  • Wie lassen sich junge Geflüchtete in geeigneter Weise für die Risiken beim Gebrauch von Alkohol und anderen Drogen sensibilisieren, wie lassen sich Motivation zum Verzicht stärken und verantwortungsvoller Umgang erlernen?
  • Welche weitergehenden Hilfen kann ich anbieten, wohin kann ich vermitteln?

Alle Teilnehmenden erhalten eine Handreichung und Arbeitsblätter.

Teilnahmezahl: Maximal 18
Dozent*innen: Katharina Tietz, Rüdiger Schmolke
Ort: freiLand Potsdam, Friedrich-Engels-Str. 22, 14473 Potsdam 

Die Veranstaltung ist anmeldepflichtig.
Es fällt KEIN Teilnahmebeitrag an!

Zur Anmeldung bitte das SFBB-Formular nutzen (Seminar-Nr.: 2429/20)

“Bekifft in der Schule – was tun? Zum Umgang mit Cannabis in der Schule”. Fachtagung des Chill out e.V. am 13.09.2019 im freiLand Potsdam

… unterstützt von der Landeshauptstadt Potsdam

Die Fachstelle für Konsumkompetenz des Chill out e.V. lädt mit Unterstützung der Landeshauptstadt Potsdam zu einem Fachtag rund um das Thema Umgang mit Cannabis in der Schule ein. 

+++++++ Zur Dokumentation der Fachtagung +++++++

Im Rahmen unserer täglichen Präventionsarbeit beobachten wir einen steigenden Bedarf an Unterstützung von Schüler*innen, deren Familien und Pädagog*innen zum Thema Cannabis. 

Schüler*innen suchen die Beratungsstelle auf (oder werden geschickt), Lehrer*innen fragen verstärkt Präventionsprojekte nach und Eltern suchen Rat. Im Umgang mit der Substanz herrscht – wenngleich das Thema immer breiter in der Gesellschaft diskutiert wird – viel Unsicherheit und Ratlosigkeit.

Im Rahmen des Fachtags möchten wir einen gemeinsamen Blick auf den rechtlichen Rahmen im Kontext Schule werfen, auf wirksame Möglichkeiten der Suchtprävention und Förderung von Konsumkompetenz und darauf, wie Schulen in konkreten Situationen angemessen mit dem Konsum von Schüler*innen (oder den Verdacht hierauf) umgehen können.

Der Fachtag richtet sich gleichermaße an Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeit sowie an alle weiteren interessierten Multiplikator*innen und Fachkräfte.

Wir freuen uns Ihren Besuch und Ihre Mitwirkung!

Programm:

09:00-09:30 Uhr:
Begrüßung und Einführung
09:30-10:00 Uhr:
Vortrag: Risiken des Cannabisgebrauchs
Andreas Gantner | Therapieladen Berlin
10:00-10:30 Uhr:
Vortrag: Cannabiskonsum an der Schule: Rechtliche Bedingungen und Auswirkungen
Steffen Sauer | Rechtsanwalt, Potsdam
10:30-11:00 Uhr Pause
11:30:13:00 Uhr
Arbeitsgruppen: Was tun bei (Verdacht auf) Cannabiskonsum? Handlungspflichten und -optionen
13:00-13:30 Uhr Pause
13:30-14:00 Uhr
Auswertung der Arbeitsgruppen
14:00-15:00 Uhr
Vortrag: Suchtprävention als Chance: Wirksame Konzepte für Schulen
Maximilian von Heyden | FINDER Akademie für Prävention

Einführung und Moderation: Henning Arndt

Veranstaltungsort: freiLand Potsdam | Friedrich-Engels-Str. 22 | 14473 Potsdam | www.freiland-potsdam.de 

Veranstalter:
Chill out e.V. – Verein zur Förderung akzeptierender Drogenarbeit

Rückfragen:
Chill out e.V. | kongress@chillout-pdm.de | Tel. +331.2879.1258

20 Jahre Chill out

Am 23./24. November 2017 beging der Chill out e.V. – Verein zur Förderung akzeptierender Jugend- und Drogenarbeit im freiLand Potsdam den 20. Jahrestag seiner Gründung.


Medienberichte

Die Potsdamer Neueste Nachrichten (PNN) berichtete in einem Artikel vom 24.11.2017 mit dem Fokus auf dem Beratungsangebot des Chill out e.V. von den Anfängen bis zum derzeitigen Stand der Arbeit. Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtete ebenso in einem Artikel vom 24.11.2017 von der Vereinsgründung bis zur derzeitigen Arbeit des Vereins. Potsdam TV war vor Ort und berichtete in einem zweiminütigen Beitrag vom 24.11.2017 vom Fachtag und der Arbeit des Chill out e.V.


Lesung “Blitzed” – Der totale Rausch”

Am 23.11.2017 führte Norman Ohler in seine Recherchen zum Methamphetamin-Gebrauch während der Nazi-Diktatur ein und las im proppevollen Haus2 des freiLand aus seinem Buch “Der totale Rausch – Drogen im Dritten Reich”.

Norman Ohler (“Der totale Rausch”) am 23.11.2017 im freiLand Potsdam

Im Anschluss ergaben sich viele Fragen und vielfach wurde der Wunsch an uns herangetragen, derartige Veranstaltungen doch öfter zu organisieren.

Norman Ohler (“Der totale Rausch”) am 23.11.2017 im freiLand Potsdam


Fachtag “Die Segel setzen – Akzeptierende Drogenarbeit 2.0”

Am 24.11.2017 führte der Chill out e.V. zusammen mit dem akzept – Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit e.V. den Fachtag “Die Segel setzen – Akzeptierende Drogenarbeit 2.0” im freiLand Potsdam durch. 160 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland informierten sich über neue Entwicklungen in der Drogenhilfe und drogenpolitische Reformbedarfe. Eine ausführliche Dokumentation der Fachtagung folgt.

In Vorträgen wurden Schlaglichter auf aktuelle Entwicklungen und Bedarfe bei der Cannabisregulierung, der Präventionsarbeit im Partysetting, bei der Naloxonvergabe sowie in der Substitutionsversorgung geworfen.

In fünf interaktiven Workshops widmeten sich die Fachtags-Teilnehmer*innen besonderen aktuellen Herausforderungen der Drogenarbeit, darunter Neuen Psychoaktive Substanzen (NPS), Drugchecking, Substitution, dem Umgang mit minderjährigen Konsument*innen sowie Angeboten für Menschen mit Migrationshintergrund.

In seinem Abschlussvortrag arbeitete ‘akzept’-Vorstand Prof. Heino Stöver (Fachhochschule Frankfurt/Main) Reform- und Entwicklungsbedarfe in Drogenarbeit und Drogenpolitik heraus.

Wir danken der Stiftung Parität Berlin für ihre Förderung zur Realisierung der Fachtagung!


Josh-von-Soer-Preis und akzept Lifetime Award

Im Rahmen der Tagung wurde auch der jährlich von ‘akzept’ verliehene Josh-von-Soer-Preis vergeben. Der Preis zeichnet besonders innovative, beispielhafte Leistungen der akzeptierenden Drogenarbeit aus und ermuntert dazu, drogenpolitische Bedarfe zu benennen und zu bearbeiten. Der Preis fiel in diesem Jahr – auch stellvertretend für den gesamten Chill out e.V. – an Rüdiger Schmolke. Dieser ist Politik- und Gesundheitswissenschaftler und seit gut 20 Jahren in Drogenforschung und Drogenarbeit aktiv. Er arbeitete unter anderem beim Hamburger Büro für Suchtprävention, beim Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung, BOA (heute vista) sowie der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin und ist langjähriger ehemaliger Geschäftsführer des Chill out e.V. In seiner Laudatio würdigte akzept-Vorstand Urs Köthner den besonderen Einsatz des Preisträgers für neue Ansätze insbesondere in der Suchtprävention und der Entwicklung von Angeboten zur Konsumkompetenz, darunter sein Engagement zur Schaffung von Drugchecking-Angeboten und Präventionsaktivitäten im Nachtleben (‘Safer Nightlife’).

Verleihung Josh-von-Soer-Preis 2017 von Urs Köthner (l.) an Rüdiger Schmolke (r.)

Zudem wurde der akzept Lifetime Award 2017 an Prof. Dr. Hans-Volker Happel verliehen. Happel ist Gründer des Trägers Integrative Drogenhilfe (IDH) in Frankfurt/Main und setzte sich – ausgehend von seinem Forschungsinteresse an Selbstheilungsprozessen – mit großem Tatendrang für die fachliche Entwicklung akzeptierender Drogenarbeit ein. In seiner Laudatio würdigte ‘akzept’-Vorstand Prof. Heino Stöver Happel als politischen Einmischer und inter-/nationalen Vernetzer und hob seinen Einsatz als kommunaler Gestalter von Drogenpolitik und -hilfe sowie seinen starken Theorie-Praxis-Bezug in Lehre und Forschung hervor.

Prof. Dr. Hans-Volker Happel, akzept Lifetime Award 2017


20 Jahre Chill out – Empfang & Festakt

Am Abend lud der Chill out e.V. zu einem feierlichen Festakt anlässlich seines 20-jährigen Bestehens.

Einleitend wagte Wolfgang Sterneck (alice project Frankfurt/Main) einen Rückblick in die Zeit um 1997 – dem Jahr der Gründung des Chill out e.V. -, in der die Kampagne “Keine Macht den Drogen” die Hilflosigkeit der deutschen Drogenpolitik und die Unglaubwürdigkeit der herrschenden Präventionsstrategie deutlich machte.

Wolfgang Sterneck (alice project, Bas!s e.V. Frankfurt/Main)

Im Anschluss folgte in einer “Sofa-Runde” mit Gründungsmitgliedern und ehemaligen Mitarbeiter*innen ein Rückblick auf die letzten 20 sowie ein Ausblick auf die kommenden Aktivitäten des Chill out e.V.

Katharina Tietz (aktuelle Geschäftsführerin), Julia Meffert (ehem. Mitarbeiterin), Hendrik Hoeftmann (ehem. Vorstand), Frank Schubert (ehem. Vorstand und Geschäftsführung), Katharina Richter (aktuelle Mitarbeiterin) (v.l.n.r.)


Soli-Party “turn on, tune in, chill out”

Am späteren Abend folgte die Party mit Tombola und fetten Beats von Sick Picknick, Motram, Amperia und Isa Wolff – vielen Dank dem Spartacus und allen Beteiligten!

Fachtagung ‘„Die Segel setzen!” – Akzeptierende Drogenarbeit und Drogenpolitik 2.0’ am 24.11.2017 in Potsdam

 

Fachtagung des Chill out e.V. in Kooperation mit dem ‘akzept’ Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik am 24.11.2017 im freiLand Potsdam

unterstützt vom Paritätischen Landesverband Berlin e.V. und fixpunkt e.V. 

Verbesserung der Substitutionsversorgung, mehr Druckräume und niedrigschwellige Kontaktstellen, Neuregulierung von Cannabis und letztlich des gesamten Drogenmarkts, Drugchecking und faktenbasierte Information an Drogengebraucher*innen (auch) von Neuen Psychoaktiven Substanzen, Hilfen für geflüchtete Menschen… – akzeptierende Drogenarbeit hat in den vergangenen Jahren zunehmend Leerstellen der Drogenpolitik klar benannt und konkrete Reformmodelle vorgelegt.

akzept e.V. – Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik und Chill out e.V. – Verein zur Förderung akzeptierender Jugend- und Drogenarbeit mit Sitz in Potsdam laden zu einer Fachtagung, die neue Ansätze und Themenfelder der Drogenarbeit in den Blick nimmt und grundlegende Neuerungsbedarfe in Drogenpolitik und drogenarbeiterischer Praxis diskutiert. Im Rahmen der Tagung wird zudem der  Josh-von Soer-Preis und akzept Lifetime Award 2017 vergeben.

Die Veranstaltung wird durch eine Lesung am Vorabend, Do. 23.11. durch Norman Ohler begonnen, der aus seinem Buch “Der totale Rausch” liest und zur Diskussion einlädt. Das Buch gibt Einblicke in die systematische Versorgung der deutschen Truppen im II. Weltkrieg mit Methamphetamin. Die These, dass die schnellen Siege in der Anfangsphase des Krieges ohne die massenweise Pervitin-Vergabe kaum möglich gewesen wären, hat zu einer interessanten Debatte über die Relevanz von Drogen als Kriegsmittel geführt.

Im Anschluss an die Fachtagung begeht der Chill out e.V. den 20. Jahrestag seiner Gründung. Sowohl zum abendlichen Empfang, als auch zur anschließenden Party genießen Fachtagungs-Teilnehmer*innen freien Eintritt.  

Wir freuen uns Ihren Besuch und Ihre Mitwirkung!

Programm:

Do. 23.11.2017, 19:30 – ca. 21:30 Uhr: Lesung und Diskussion:
Norman Ohler: Blitzed! Der totale Rausch – Drogen im Dritten Reich.

Öffentlich – Eintritt frei!

Fr. 24.11.2017, 09:30 – 17:00 Uhr: Fachtagung: 
„Die Segel setzen!” Akzeptierende Drogenarbeit und Drogenpolitik 2.0

Teilnahmebeitrag: € 40,00.

10:00 Uhr: Begrüßung, Grußworte

10:30 Uhr: Vortrag:
Cannabis – wo geht die Reise hin? Cannabis als Medizin ist nicht alles – welche nächsten Reformschritte braucht es?
Maximilian Plenert (sensmedia, akzept e.V.)

11:00 Uhr: Vortrag:
‘Just say know!’ Drogenarbeit in Clubs, auf Partys & Festivals. Daniel Graubaum (DrugScouts Leipzig), Katharina Tietz (Chill out e.V. Potsdam) (Sonics e.V. Safer Nightlife Bundesverband)

11:30 Uhr: Pause

11:45 Uhr: Vortrag:
“A total disaster?” Wann kommt Substitution und Psychosoziale Begleitung in Brandenburg an?
Anneke Groth (vista gGmbH Berlin), Kathrin Neuhaus (AWO Bezirksverband Potsdam e.V.)

12:15 Uhr: Kurzvortrag:
Selbstbestimmung möglich machen! Notwendige Weiterentwicklungen in der (niedrigschwelligen) Drogenhilfe
Kerstin Dettmer (fixpunkt e.V. Berlin), Urs Köthner (freiraum e.V. Hamburg)

12:30 Uhr: Kurzvortrag:
Die Menschen sehen! Die Perspektive der Drogenkonsument*innen
Dirk Schäffer (Deutsche Aidshilfe, JES Bundesverband)

12:45 Uhr: Mittagspause [Essen vor Ort]

14:00 – 14:30
Laudatio
Verleihung Josh-von Soer-Preis und Lifetime Award 2017

14:30 Uhr: Workshops

  • Substitution und Psychosoziale Begleitung:
    Anneke Groth (vista gGmbH Berlin)
    Kathrin Neuhaus & Daniel Zeis (AWO Bezirksverband Potsdam e.V.)
  • NPS(G) & Substanzanalysen: Strategien, Methoden, Umsetzungsschritte
    Karsten Tögel-Lins (legal-high-inhaltsstoffe, Bas!s Frankfurt/Main)
  • Drugchecking. Tibor Harrach (Eve & Rave Berlin e.V.), Lysander Laubvogel (Chill out e.V.)
  • Migration & Drogenkonsum: Beratung und Behandlung Geflüchteter und anderer Menschen mit Migrationshintergrund
    Jonny Schanz & Wibke Schuhmann (freiraum Hamburg e.V.)
  • Beratung und Behandlung minderjähriger Konsument*innen
    Lars Behrends (vista gGmbH Berlin), Jens Hertig (Manege Berlin), Jessica Platz (Stiftung SPI Wildwuchs Potsdam)

16:00 Uhr: Pause

16:15 Uhr: Ergebnisse aus den Workshops

16:30 Uhr: Vortrag:
Herausforderungen für die akzeptierende Drogenarbeit und drogenpolitische Forderungen
Heino Stöver (Institut für Drogenforschung, Fachhochschule Frankfurt/M.)

16:50 Uhr: Abschluss, Verabschiedung

17:00 Uhr: Ende der Fachtagung

Den Flyer können Sie hier downloaden [PDF 2 MB]

Fr. 24.11.2017, 20:00 Uhr: Festakt: 20 Jahre Chill out e.V. 

mit Vortrag: 20 Jahre “Partydrogenarbeit” in Deutschland und weltweit,
Wolfgang Sterneck (Alice-Project Frankfurt/M.)

Öffentlich – Eintritt frei!

danach: Überraschungs-Special!

Fr. 24.11.2017, 23:59 Uhr: Soliparty: 20 Jahre Chill out e.V. 

Eintritt frei für alle Fachtagungs-Teilnehmer*innen!

 

Rückfragen:
Chill out e.V.
kongress@chillout-pdm.de
Tel. +331.2879.1258

Save the date: 20 Jahre Chill out am 24.11.2017 – Fachtagung / Empfang / Party / Special

          

Die Segel setzen!” Akzeptierende Drogenarbeit und Drogenpolitik 2.0

Fachtagung von akzept e.V. und Chill out e.V.
am 24.11.2017 | 10:00-17:00 Uhr | freiLand Potsdam

\\\ Abendlicher Empfang zum 20. Jahrestag der Gründung des Chill out e.V. /// Soli-Party im Spartacus \\\ Special am Vorabend ///

 

Themen Fachtagung:
+++ Verbesserung der Substitutionsversorgung +++ Drogenarbeit in Clubs, auf Partys & Festivals +++ Druckräume und niedrigschwellige Kontaktstellen +++ Neuregulierung von Cannabis +++ Originalstoffvergabe +++ Drugchecking +++ Selbstbestimmung und Empowerment von Drogenkonsument*innen +++ Faktenbasierte Information an Drogengebraucher*innen +++ Herausforderungen für die akzeptierende Drogenarbeit +++ Beratung und Behandlung minderjähriger Konsument*innen +++ Neue Psychoaktive Substanzen +++ Hilfen für geflüchtete Menschen +++

Im Rahmen der Tagung werden auch der Josh-von Soer-Preis und der akzept Lifetime Award 2017 vergeben.

Voranfragen an kongress@chillout-pdm.de

Abendprogramm:
Im Anschluss an die Fachtagung begeht der Chill out e.V. den 20. Jahrestag seiner Gründung. Sowohl zum abendlichen Empfang, als auch zur anschließenden Party haben Fachtagungs-Teilnehmer*innen freien Eintritt.

Special am Vorabend, Do. 23.11.2017, 19:00 Uhr:
Lesung und Diskussion mit Norman Ohler: Blitzed! Der totale Rausch – Drogen im Dritten Reich.
Das Buch gibt Einblicke in die systematische Versorgung der deutschen Truppen im II. Weltkrieg mit Methamphetamin und lädt ein zur Diskussion über die Relevanz von Drogen als Kriegsmittel. 

PsyCare 2day. State of the art of psychedelic care

Eine Veranstaltung im Rahmen der #DrugScience2017
in Kooperation mit Chill out e.V. und SONICS e.V.

am 06.09.2017, 19:00 bis ca. 21:30 Uhr
im freiLand Potsdam | | Haus 2 | Friedrich-Engels-Str. 22 | 14473 Potsdam

— Eintritt frei —

Einführung:
Bad Trips – vermeidbares Übel oder Entwicklungschance?Zur Phänomenologie psychedelischer Krisen
Magdalena Jany (BA Sozial-und Kulturwissenschaften, FU Berlin)
Bestandsaufnahme:
PsyCare 2day: Best Practice der Information, Beratung und Krisenintervention im Partysetting
Daniel Völkel (drugscouts Leipzig), Katharina Tietz (Chill out Potsdam)
Was macht’s aus? Zum Wissensstand um die Wirksamkeit der Krisenintervention im Partysetting
Rüdiger Schmolke (Chill out Potsdam)
Ausblick:
Diskussion und Sammlung von künftigen Forschungsvorhaben, methodischen Ansätzen und Forschungsfragen
Katharina Tietz, Daniel Völkel, Rüdiger Schmolke

Seit Mitte der 1990er Jahre sind in Westeuropa eine zunehmende Anzahl von Projekten aktiv, die auf Basis des Peer-Ansatzes aktiv Drogenarbeit in der Partyszene leisten. Diese „Szeneorganisationen“ zeichnen sich durch einen akzeptierenden, risiko- und schadensminimierenden Ansatz und das direkte Involvement von Partygänger*innen aus (Peer-Ansatz). Einige Projekte sind aus einer eher soziokulturell geprägten Initiative gewachsen, andere aus einem drogenarbeiterischen (und nicht selten auch drogenpolitisch motivierten) Ansatz.
In Form von Informations-und Beratungsständen agieren „Party-Projekte“ in Clubs und auf kleineren Partys, sind aber mit größeren Teams vor allem auf mehrtägigen Festivals im Einsatz und leisten hier psychosoziale Unterstützung und Hilfe für Leute in akuten Krisen. Einige Projekte haben sich in zwischen im Bundesverband für Safer Nightlife „SONICS e.V.“ zusammengeschlossen.
im Rahmen der Veranstaltung stellen wir den Bedarf für psychosoziale Krisenintervention im Partysetting, die konkrete Arbeit vor Ort und das Wissen um die Wirksamkeit im Partysetting dar. Zudem sollen Fragen und Strategien für künftige Forschungsprojekte in diesem Bereich zusammengetragen werden.

Informationen zur #DrugScience2017 unter https://finder-research.com/drugscience2017/