AOK-Report: „Gehirndoping“ bei der Arbeit nimmt zu

Ärzte Zeitung, 23.08.2013
Von Anno Fricke

Arbeiten auf Speed – für immer mehr Berufstätige trifft das zu. Die Folge: Die Zahl der Arbeitsausfälle aufgrund des Missbrauchs von Amphetaminen ist laut einem AOK-Report innerhalb von zehn Jahren um 400 Prozent gestiegen. Doch die illegalen Drogen stellen nicht das größte Problem dar.

BERLIN. Die Arbeitsverdichtung in den Unternehmen, die Forderungen nach Mobilität und ständiger Verfügbarkeit senken die Hemmschwelle, zu leistungssteigernden Drogen zu greifen. Dies geht aus dem Fehlzeitenreport hervor, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat.

Die Dynamik der Entwicklung ist enorm. Um rund 400 Prozent von 8100 auf 30.000 ist die Zahl der Fehltage aufgrund des Gebrauchs von stimulierenden Drogen seit dem Jahr 2002 gestiegen. Die Dunkelziffer der Amphetamin-, Ritalin- und Modafinil-Konsumenten am Arbeitsplatz schätzen die Wissenschaftler hoch.

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