Alkohol ist Partydroge Nummer eins

Alkohol ist Partydroge Nummer eins
Rüdiger Schmolke von der Fachstelle Konsumkompetenz will Jugendliche sensibilisieren 

MAZ (Lokalnachrichten Ostprignitz-Ruppin)
23.04.2013

Der Kreisjugendring lud gestern in Neuruppin zu einer Fachkonferenz. Thema: Partydrogen. Mit dem Referenten Rüdiger Schmolke von der Fachstelle für Konsumkompetenz aus Potsdam sprach Stephanie Philipp.

MAZ: Welche Drogen sind für Jugendliche heute am spannendsten?

Rüdiger Schmolke: Die Partydroge Nummer eins ist wie eh und je Alkohol. Der hat die größte Akzeptanz in unserer Gesellschaft. Mit Alkohol wollen alle umgehen können.

Weil man auch leicht dran kommt?

Schmolke: Natürlich. Wobei es auch mit anderen Faktoren zu tun hat. Vor allem damit, dass es in beinahe allen Kreisen akzeptiert ist.

Es ist aber auch kein Problem, illegale Drogen zu kaufen?

Schmolke: Es gibt keine systematischen Untersuchungen darüber, wie hoch die Verfügbarkeit von Cannabis ist. Aber im Allgemeinen muss man feststellen, dass es für die allermeisten Jugendlichen kein Problem ist. Fast jeder kennt jemanden, der Cannabis konsumiert, und insofern ist die Beschaffung überhaupt kein Problem.

Gibt es Orte von denen man weiß, dass dort besonders viel Cannabis den Besitzer wechselt?

Schmolke: Nein, denn es gibt keine Cannabis-Szeneorte in der Form. Neben professionellen Dealerstrukturen wird es vor allem im Freundeskreis weitergegeben, weil es da ja auch konsumiert wird.

Sind weiche oder harte Drogen die größere Gefahr?

Schmolke: Diese Einordnung gibt es zwar, wir arbeiten aber mit dem Begriff harte und weiche Konsummuster. Denn letztlich kommt es darauf an, wie der Konsum konkret aussieht. Wenn ich wenige Male im Jahr Kokain konsumiere, kann das sehr viel gesundheitsverträglicher sein, als wenn ich jeden Tag Cannabis konsumiere.

Weiterlesen auf maerkischallgemeine.de