Rauschfunk 6 – Weltweite Lesung für eine neue Drogenpolitik

 

Mit der neuen Folge von Rauschfunk beteiligt sich Chill Out an einem weltweiten Aktionstag für eine Reform der Drogenpolitik: Heute, am 24. November 2018, findet die „Weltweite Lesung für eine neue Drogenpolitik“ statt. Verschiedene Initiativen lesen dazu öffentlich aus dem aktuellen Bericht der Weltkommission für Drogenpolitik, die ein Ende der Prohibition und eine menschenwürdige Behandlung von Menschen fordert, die Drogen konsumieren.

 

Shownotes

Rauschfunk 5 – Amphetamin

 

Rauschfunk meldet sich nach der langen Sommerpause zurück mit einer XL-Sendung, die komplett einer einzigen Substanz gewidmet ist: Amphetamin. “Speed” oder “Pep” gehört zu den verbreitetsten synthetischen Drogen überhaupt, und doch gibt es um sie herum keinen Mythos wie etwa um Cannabis, MDMA oder LSD.

Wir steigen tief in die Chemie und Geschichte des Amphetamins ein, lassen Konsument*innen zu Wort kommen, geben Safer Use-Hinweise, sprechen über prominente Konsument*innen und beleuchten Speed als Kriegswaffe, Medizin und Partydroge.

Aus rechtlichen Gründen mussten wir die Musik aus dem Podcast leider rausschneiden.

 

Playlist

  • “Butterflies” (Leon Vynehall)
  • “Black Russian” (DVS1)
  • “Black Block” (Modeselektor)
  • “Open Door” (LoSoul)
  • “Little Fluffy Clouds” (The Orb)

 

Shownotes

Rauschfunk 4 – Interview mit $ick von “Shore, Stein, Papier”

 

$ick hat einiges hinter sich: Heroinsucht, Entzüge, Rückfälle, Cannabishandel, vier Gefängnisaufenthalte. Seit 2012 erzählt er  all dies offen und ehrlich in der Youtube-Serie “Shore, Stein, Papier” und wurde dafür 2015 mit dem Grimme Online-Award ausgezeichnet. 2016 veröffentlichte $ick seine Geschichte in Buchform als “Shore, Stein, Papier – Mein Leben zwischen Heroin und Haft”.

Im Rahmen einer Lesung, die $ick am 13. Februar in Potsdam durchführte, haben wir ihn uns zum Interview geschnappt und gefragt, was er jungen Menschen rät, die sich für Drogen interessieren, wie er zur Legalisierungsdebatte steht, und warum er nun sogar Polizist*innen in Seminaren über Drogen aufklärt.

 

 

Rauschfunk 3 – Fachtagung “Die Segel setzen! – Akzeptierende Drogenarbeit und Drogenpolitik 2.0”

 

Rauschfunk diesmal mit einer Spezialfolge: Am 24. November 2017 veranstalteten der Chill out e.V. und der ‘akzept’ Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik im freiLand Potsdam die Fachtagung “Die Segel setzen! – Akzeptierende Drogenarbeit und Drogenpolitik 2.0”.

Folgende Vorträge dieses Tages präsentieren wir euch nun in unserer dritten Rauschfunksendung zum Nachhören – viel Spaß!

Cannabis – wo geht die Reise hin? Cannabis als Medizin ist nicht alles – welche nächsten Reformschritte braucht es? Maximilian Plenert (sensmedia, akzept e.V.)

“Just say know!” Drogenarbeit in Clubs, auf Partys & Festivals. Pia Eigenstetter (DrugScouts Leipzig), Katharina Tietz (Chill out e.V. Potsdam, Sonics e.V. Safer Nightlife Bundesverband)

“A total disaster?” Wann kommt Substitution und Psychosoziale Begleitung in Brandenburg an? Anneke Groth (vista gGmbH Berlin), Kathrin Neuhaus (AWO Bezirksverband Potsdam e.V.)

Selbstbestimmung möglich machen! Notwendige Weiterentwicklungen in der (niedrigschwelligen) Drogenhilfe Kerstin Dettmer (fixpunkt e.V. Berlin), Urs Köthner (freiraum e.V. Hamburg)

Die Menschen sehen! Die Perspektive der Drogenkonsument*innen Dirk Schäffer (Deutsche Aidshilfe, JES Bundesverband)

Herausforderungen der akzeptierenden Drogenarbeit Heino Stöver (Institut für Drogenforschung Frankfurt a.M.)

 

Shownotes

Rauschfunk 2 – Psycare auf Festivals

 

“Tripsitting”, “Psychedelische Ambulanz”, “Psycare” – solche oder ähnliche Begriffe haben sicher schon einige gehört, die sich des Öfteren auf auf Festivals bewegen. Dabei geht es um die Begleitung von Menschen, die aufgrund von Drogenkonsum in eine herausfordernde psychische Situation geraten sind, mit der sie so nicht gerechnet haben. Das Ehrenamtler_innen-Team von Chill Out bietet solche Psycare regelmäßig auf Festivals an.

Manu, Kathi und Erik verraten in dieser Folge, wie diese sehr besondere Arbeit auf Festivals aussieht, wie sich Psycare seit Woodstock & Co. entwickelt hat und in was für Situationen sie dabei schon geraten sind. Außerdem haben wir einige O-Töne von Besucher_innen eines Goa-Festivals in der Sendung, die wir gefragt haben, welche Rolle Drogen ihrer Meinung nach auf Festivals spielen?

Viel Spaß!

Aus rechtlichen Gründen mussten wir die Musik aus dem Podcast leider rausschneiden.

 

 

Playlist

  • “Sock It My Way” (Animated Egg)
  • “My White Bicycle” (Tomorrow)
  • “Woodstock” (Crosby, Stills, Nash & Young)
  • “Dive Into Yesterday” (Kaleidoscope)
  • “In The Past” (Chocolate Watch Band)
  • “Hole In My Shoe” (Traffic)

 

Shownotes

20 Jahre Chill out

Am 23./24. November 2017 beging der Chill out e.V. – Verein zur Förderung akzeptierender Jugend- und Drogenarbeit im freiLand Potsdam den 20. Jahrestag seiner Gründung.


Medienberichte

Die Potsdamer Neueste Nachrichten (PNN) berichtete in einem Artikel vom 24.11.2017 mit dem Fokus auf dem Beratungsangebot des Chill out e.V. von den Anfängen bis zum derzeitigen Stand der Arbeit. Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtete ebenso in einem Artikel vom 24.11.2017 von der Vereinsgründung bis zur derzeitigen Arbeit des Vereins. Potsdam TV war vor Ort und berichtete in einem zweiminütigen Beitrag vom 24.11.2017 vom Fachtag und der Arbeit des Chill out e.V.


Lesung “Blitzed” – Der totale Rausch”

Am 23.11.2017 führte Norman Ohler in seine Recherchen zum Methamphetamin-Gebrauch während der Nazi-Diktatur ein und las im proppevollen Haus2 des freiLand aus seinem Buch “Der totale Rausch – Drogen im Dritten Reich”.

Norman Ohler (“Der totale Rausch”) am 23.11.2017 im freiLand Potsdam

Im Anschluss ergaben sich viele Fragen und vielfach wurde der Wunsch an uns herangetragen, derartige Veranstaltungen doch öfter zu organisieren.

Norman Ohler (“Der totale Rausch”) am 23.11.2017 im freiLand Potsdam

Fachtag “Die Segel setzen – Akzeptierende Drogenarbeit 2.0”

Am 24.11.2017 führte der Chill out e.V. zusammen mit dem akzept – Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit e.V. den Fachtag “Die Segel setzen – Akzeptierende Drogenarbeit 2.0” im freiLand Potsdam durch. 160 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland informierten sich über neue Entwicklungen in der Drogenhilfe und drogenpolitische Reformbedarfe. Eine ausführliche Dokumentation der Fachtagung folgt.

In Vorträgen wurden Schlaglichter auf aktuelle Entwicklungen und Bedarfe bei der Cannabisregulierung, der Präventionsarbeit im Partysetting, bei der Naloxonvergabe sowie in der Substitutionsversorgung geworfen.

In fünf interaktiven Workshops widmeten sich die Fachtags-Teilnehmer*innen besonderen aktuellen Herausforderungen der Drogenarbeit, darunter Neuen Psychoaktive Substanzen (NPS), Drugchecking, Substitution, dem Umgang mit minderjährigen Konsument*innen sowie Angeboten für Menschen mit Migrationshintergrund.

In seinem Abschlussvortrag arbeitete ‘akzept’-Vorstand Prof. Heino Stöver (Fachhochschule Frankfurt/Main) Reform- und Entwicklungsbedarfe in Drogenarbeit und Drogenpolitik heraus.

Wir danken der Stiftung Parität Berlin für ihre Förderung zur Realisierung der Fachtagung!


Josh-von-Soer-Preis und akzept Lifetime Award

Im Rahmen der Tagung wurde auch der jährlich von ‘akzept’ verliehene Josh-von-Soer-Preis vergeben. Der Preis zeichnet besonders innovative, beispielhafte Leistungen der akzeptierenden Drogenarbeit aus und ermuntert dazu, drogenpolitische Bedarfe zu benennen und zu bearbeiten. Der Preis fiel in diesem Jahr – auch stellvertretend für den gesamten Chill out e.V. – an Rüdiger Schmolke. Dieser ist Politik- und Gesundheitswissenschaftler und seit gut 20 Jahren in Drogenforschung und Drogenarbeit aktiv. Er arbeitete unter anderem beim Hamburger Büro für Suchtprävention, beim Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung, BOA (heute vista) sowie der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin und ist langjähriger ehemaliger Geschäftsführer des Chill out e.V. In seiner Laudatio würdigte akzept-Vorstand Urs Köthner den besonderen Einsatz des Preisträgers für neue Ansätze insbesondere in der Suchtprävention und der Entwicklung von Angeboten zur Konsumkompetenz, darunter sein Engagement zur Schaffung von Drugchecking-Angeboten und Präventionsaktivitäten im Nachtleben (‘Safer Nightlife’).

Verleihung Josh-von-Soer-Preis 2017 von Urs Köthner (l.) an Rüdiger Schmolke (r.)

Zudem wurde der akzept Lifetime Award 2017 an Prof. Dr. Hans-Volker Happel verliehen. Happel ist Gründer des Trägers Integrative Drogenhilfe (IDH) in Frankfurt/Main und setzte sich – ausgehend von seinem Forschungsinteresse an Selbstheilungsprozessen – mit großem Tatendrang für die fachliche Entwicklung akzeptierender Drogenarbeit ein. In seiner Laudatio würdigte ‘akzept’-Vorstand Prof. Heino Stöver Happel als politischen Einmischer und inter-/nationalen Vernetzer und hob seinen Einsatz als kommunaler Gestalter von Drogenpolitik und -hilfe sowie seinen starken Theorie-Praxis-Bezug in Lehre und Forschung hervor.

Prof. Dr. Hans-Volker Happel, akzept Lifetime Award 2017

20 Jahre Chill out – Empfang & Festakt

Am Abend lud der Chill out e.V. zu einem feierlichen Festakt anlässlich seines 20-jährigen Bestehens.

Einleitend wagte Wolfgang Sterneck (alice project Frankfurt/Main) einen Rückblick in die Zeit um 1997 – dem Jahr der Gründung des Chill out e.V. -, in der die Kampagne “Keine Macht den Drogen” die Hilflosigkeit der deutschen Drogenpolitik und die Unglaubwürdigkeit der herrschenden Präventionsstrategie deutlich machte.

Wolfgang Sterneck (alice project, Bas!s e.V. Frankfurt/Main)

Im Anschluss folgte in einer “Sofa-Runde” mit Gründungsmitgliedern und ehemaligen Mitarbeiter*innen ein Rückblick auf die letzten 20 sowie ein Ausblick auf die kommenden Aktivitäten des Chill out e.V.

Katharina Tietz (aktuelle Geschäftsführerin), Julia Meffert (ehem. Mitarbeiterin), Hendrik Hoeftmann (ehem. Vorstand), Frank Schubert (ehem. Vorstand und Geschäftsführung), Katharina Richter (aktuelle Mitarbeiterin) (v.l.n.r.)

Soli-Party “turn on, tune in, chill out”

Am späteren Abend folgte die Party mit Tombola und fetten Beats von Sick Picknick, Motram, Amperia und Isa Wolff – vielen Dank dem Spartacus und allen Beteiligten!