Stellenausschreibung

Sozialpädagogische Fachkraft Suchtprävention/Suchtberatung
Stellenumfang 20 bis 30 Wochenstunden (50%-75% VBE).

Für die Mitarbeit in der Potsdamer Fachstelle für Konsumkompetenz suchen wir ab April 2020 eine Sozialarbeiter*in/Sozialpädagog*in (Diplom oder BA Fachhochschule oder gleichrangige Hochschulabschlüsse) für die Suchtpräventionsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und Multiplikator*innen-Fortbildungen.

Die Wochenarbeitszeiten können zwischen 20 und 30 Stunden betragen.
Die Aufnahme der Arbeit ist zum 01.04. oder 01.05.2020 geplant.

Der Chill out e.V. ist gemeinnützig und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Wir bieten seit 20 Jahren akzeptierende Jugend-, Drogen- und Sozialarbeit an den Schnittstellen von Gesundheitsförderung, Prävention und Suchthilfe. Wir fördern Selbstbestimmungs- und Selbstermächtigungspotentiale von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und vermitteln Lebens- und Risikokompetenz. Chill out e.V. ist religionsunabhängig und überparteilich und arbeitet stark sozialraum-, netzwerk- und lebensweltorientiert.

Die Fachstelle für Konsumkompetenz arbeitet niedrigschwellig, akzeptierend, hoch partizipativ und projektorientiert. Von ihrer Arbeit profitieren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, indem sie sich Informationen zu konsumbezogenem Verhalten und dessen Risiken, eine kritische Einstellung zu Konsum und Lebens-, Risiko- und Konsumkompetenzen aneignen.

Das Aufgabenprofil umfasst:

  • Konzeption, Planung und Durchführung von Informationsveranstaltungen, Workshops, Fortbildungen und längerfristigen Projekten insbesondere im Bereich
    • Risikokonsum und (Entstehung von) Abhängigkeit
    • Kinder aus suchtbelasteten Familien
  • Durchführung von Informations- und Beratungsgesprächen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, deren Eltern und weiteren Bezugspersonen zur Klärung (konsumbezogener) individueller Problemlagen
  • Beratungen von Multiplikator*innen zur Suchtprävention
  • Adäquater Umgang mit Hinweisen auf mögliche Kindeswohlgefährdungen
  • Mitarbeit in Fachgremien, Vernetzungsarbeit mit Kooperationspartner*innen

Wir erwarten:

  • Solidarisches Grundverständnis und wertschätzender Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auch in schwierigen Lebenslagen und mit multidimensionalen Problemlagen.
  • Empathische Kommunikation mit Drogengebraucher*innen und deren Angehörigen und Bezugspersonen. 
  • Identifikation mit dem Leitbild des Trägers, den Grundsätzen der akzeptierenden Arbeit und den im Kulturzentrum freiLand gelebten Grundwerten. 
  • Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und Motivation zur Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen sowie Bereitschaft zur sorgfältigen Dokumentation der Arbeit.
  • Kenntnis partizipativer, interaktiver und ressourcenorientierter Methoden
  • Sicherer Umgang und hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und deren Eltern und weiteren Bezugspersonen.
  • Wenn möglich Beratungskompetenzen nach einem systemischen Ansatz und eventuell sogar eine suchttherapeutische Ausbildung.
  • Erfahrung in der Konzeption und eigenständigen Durchführung von Angeboten sowie ein souveräner Umgang mit Selbstorganisation.
  • Keine Angst vor technischen Geräten und Computerprogrammen.

Bewerbungen von Menschen mit fremdsprachlichen Kompetenzen und mit Migrationshintergrund sind besonders willkommen. Menschen mit seelischer oder körperlicher Beeinträchtigung werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Aufgrund unserer Vorstellungen von einem geschlechterparitätisch besetzten Team wünschen wir uns gern eine weiblich gelesene Kolleg*in.

Wir bieten:

  • Arbeit bei einem gemeinnützigen, stark emanzipatorisch orientierten, engagierten Träger in einem Netzwerk von innovativen Partner*innenorganisationen
  • Ein kreatives Arbeitsfeld mit zahlreichen Möglichkeiten zur Entwicklung von eigenen Ideen, Projekten und Kompetenzen
  • Kollegiale Beratung, Supervision und Unterstützung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
  • Eine Bezahlung angelehnt an den TvöD SuE 11 oder 12 (je nach Qualifikation)

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung bis 28.02.2020 an: chillout@chillout-pdm.de

Alle Unterlagen erbitten wir digital einzureichen, bitte keine postalische Zusendung von Unterlagen.

  • Format: .PDF, .DOC/DOCX oder .ODT
  • Form: Bewerbungs-/Motivationsschreiben und tabellarischer Lebenslauf. 
  • Bitte verzichten Sie auf die Einbindung oder Zusendung eines Fotos.
  • Bitte geben Sie den gewünschten Umfang der Mitarbeit in Wochenstunden an. 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Vorstand und Geschäftsführung des Chill out e.V.

Rauschfunk 9 – Musik und Drogen

Musik und Drogen – zwei Rauschmittel, die vor allem im Mischkonsum seit Urzeiten einen enormen Reiz auf viele Menschen ausüben. Vom schamanischen Tanz ums Feuer bis zum Goa-Rave auf LSD reicht die Spanne der Möglichkeiten, wo sich Drogen und Musik zu einer bewusstseinserweiternden Mixtur vereinigen. Unzählige Musiker sind dafür bekannt, Drogen verschiedenster Art konsumiert zu haben, sei es aus Stress, aus Experimentierfreude oder um die eigene Kreativität anzuregen – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen…

Die aktuelle Folge ist der Mitschnitt einer Lesung, die Erik 2019 im Rahmen des Krumm & Schief-Festivals gehalten hat, und die xemplarisch einige Texte und Anekdoten vorstellen wird, die sich mit der Wirkung von Drogenkonsum auf Musik und umgekehrt beschäftigen.

Shownotes

“Bekifft in der Schule – was tun? Zum Umgang mit Cannabis in der Schule”. Fachtagung des Chill out e.V. am 13.09.2019 im freiLand Potsdam

… unterstützt von der Landeshauptstadt Potsdam

Die Fachstelle für Konsumkompetenz des Chill out e.V. lädt mit Unterstützung der Landeshauptstadt Potsdam zu einem Fachtag rund um das Thema Umgang mit Cannabis in der Schule ein. 

+++++++ Zur Dokumentation der Fachtagung +++++++

Im Rahmen unserer täglichen Präventionsarbeit beobachten wir einen steigenden Bedarf an Unterstützung von Schüler*innen, deren Familien und Pädagog*innen zum Thema Cannabis. 

Schüler*innen suchen die Beratungsstelle auf (oder werden geschickt), Lehrer*innen fragen verstärkt Präventionsprojekte nach und Eltern suchen Rat. Im Umgang mit der Substanz herrscht – wenngleich das Thema immer breiter in der Gesellschaft diskutiert wird – viel Unsicherheit und Ratlosigkeit.

Im Rahmen des Fachtags möchten wir einen gemeinsamen Blick auf den rechtlichen Rahmen im Kontext Schule werfen, auf wirksame Möglichkeiten der Suchtprävention und Förderung von Konsumkompetenz und darauf, wie Schulen in konkreten Situationen angemessen mit dem Konsum von Schüler*innen (oder den Verdacht hierauf) umgehen können.

Der Fachtag richtet sich gleichermaße an Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeit sowie an alle weiteren interessierten Multiplikator*innen und Fachkräfte.

Wir freuen uns Ihren Besuch und Ihre Mitwirkung!

Programm:

09:00-09:30 Uhr:
Begrüßung und Einführung
09:30-10:00 Uhr:
Vortrag: Risiken des Cannabisgebrauchs
Andreas Gantner | Therapieladen Berlin
10:00-10:30 Uhr:
Vortrag: Cannabiskonsum an der Schule: Rechtliche Bedingungen und Auswirkungen
Steffen Sauer | Rechtsanwalt, Potsdam
10:30-11:00 Uhr Pause
11:30:13:00 Uhr
Arbeitsgruppen: Was tun bei (Verdacht auf) Cannabiskonsum? Handlungspflichten und -optionen
13:00-13:30 Uhr Pause
13:30-14:00 Uhr
Auswertung der Arbeitsgruppen
14:00-15:00 Uhr
Vortrag: Suchtprävention als Chance: Wirksame Konzepte für Schulen
Maximilian von Heyden | FINDER Akademie für Prävention

Einführung und Moderation: Henning Arndt

Veranstaltungsort: freiLand Potsdam | Friedrich-Engels-Str. 22 | 14473 Potsdam | www.freiland-potsdam.de 

Veranstalter:
Chill out e.V. – Verein zur Förderung akzeptierender Drogenarbeit

Rückfragen:
Chill out e.V. | kongress@chillout-pdm.de | Tel. +331.2879.1258

Rauschfunk 8 – Tänzerinnen zwischen Himmel und Hölle: Frauen erzählen ihre Rauscherfahrungen

Drogen wurden und werden von Männern wie Frauen gleichermaßen konsumiert – dennoch überwiegen in der Drogenliteratur männliche Autoren und ihre Sichtweise auf Rauscherfahrungen. Das Buch „Tänzerinnen zwischen Himmel und Hölle – Frauen erzählen ihre Rauscherfahrungen“ bietet einen überraschend anderen Blickwinkel: Frauen aus allen Epochen berichten von ihren Drogenerfahrungen, ihren Highs, ihren Abstürzen, ihren Trips und ihren Suchterfahrungen. Drogengebrauchende Frauen sahen sich ganz anderer gesellschaftlicher Ächtung ausgesetzt, gleichzeitig nutzten einige Drogen auch als Mittel zur Emanzipation.

Mit ihrer Lesung aus dem Buch im Spartacus Potsdam machen Katharina und Corinna von Chill Out Potsdam einen ebenso spannenden wie kurzweiligen Drogentrip quer durch die Weltgeschichte und lassen dabei so unterschiedliche Protagonistinnen wie George Sand, Susan Sontag, Edith Piaf oder Nina Hagen zu Wort kommen.

Shownotes

Rauschfunk 7 – Norman Ohler: Der totale Rausch. Drogen im Dritten Reich

 

Hitler auf Koks? Nazis auf Crystal?? Blitzkrieg auf Speed??? Die Einblicke, die Norman Ohler in seinem Buch “Der totale Rausch – Drogen im Dritten Reich” gibt, krempeln das Bild der abstinenzpredigenden und drogenfeindlichen Nationalsozialisten gehörig um. Immerhin wurde Methamphetamin – als Crystal Meth – erstmals im großen Stil von deutschen Pharmaunternehmen hergestellt und zuerst an die Zivilbevölkerung und später systematisch an die Wehrmacht verteilt (siehe Shownotes). Und auch Hitler selbst war keineswegs der aksektische Gesundheitsfanatiker, als der er gerne propagandistisch verklärt wurde.

Über dies und vieles mehr sprach Ohler am 23. November 2017 im Rahmen unseres 20. Jubiläums von Chill Out bei einer Lesung aus “Der totale Rausch”. Das ist schon ein Weilchen her, aber leider standen bei Rauschfunk immer andere Themen auf der Warteliste, weshalb die Veröffentlichung des Podcastes erst jetzt erfolgt. Aber das Thema ist ja zeitlos – viel Spaß beim Hören!

Shownotes

Rauschfunk 6 – Weltweite Lesung für eine neue Drogenpolitik

 

Mit der neuen Folge von Rauschfunk beteiligt sich Chill Out an einem weltweiten Aktionstag für eine Reform der Drogenpolitik: Heute, am 24. November 2018, findet die „Weltweite Lesung für eine neue Drogenpolitik“ statt. Verschiedene Initiativen lesen dazu öffentlich aus dem aktuellen Bericht der Weltkommission für Drogenpolitik, die ein Ende der Prohibition und eine menschenwürdige Behandlung von Menschen fordert, die Drogen konsumieren.

 

Shownotes