
Hinten sicher, vorne mit Glück
Spielbank gewinnt ersten "Spartacup" / Viel
Spaß beim Fußballturnier im Lustgarten
MITTE
Toni Polster lief im blauen Trikot beim ersten "Spartacup"
für das Team der Spielbank auf. Doch handelte es sich nicht
um den österreichischen Ex-Nationalspieler, sondern um einen
namensverwandten Croupier. Dennoch dominierte die Spielbank mit
technisch brillantem Fußball das Freundschaftsturnier im
Lustgarten; sie gewann das Finale mit 2:0 gegen das Team "Wist,
der Literaturladen".
Elf Potsdamer Einrichtungen, darunter der Chill Out e.V., die
Weisse Flotte, der Fanfarenzug Potsdam e.V. und das Waschhaus,
traten beim "Spartacup" an. "Mit diesem Cup wollen
wir an die Tradition des Abseits-Turniers aus den 90iger Jahren
anknüpfen", sagte Organisator Mike Geßner vom
Spartacus. Doch statt des schon "übertriebenen Ehrgeizes"
bei "Abseits" solle jetzt der Spaß im Vordergrund
stehen.
"Wir steigern uns von Spiel zu Spiel, wie die Deutsche Nationalmannschaft.
Wir sind eine richtige Turniermannschaft", sagt Bernhard
Schmidt vom Lindenpark-Team mit hoch rotem Kopf. Gerade haben
sie ein mühsames 2:1 gegen den Fanfarenzug errungen. Die
Verlierer beweisen Humor: "Dafür sind wir die lustigsten",
ruft einer von ihnen. Alles lacht.
"Hinten sicher, vorne mit Glück, das ist unsere Taktik",
grinst Jan Lehmann, Geschäftsführer der Weissen Flotte.
Von der Seitenlinie aus feuert er seine Spieler lauthals an. Als
Chef müsse man schließlich zeigen, wer hier die Mütze
auf hat, scherzt er.
Das Siegen war an diesem Nachmittag Nebensache. Das Publikum freute
sich über jede gelungene Aktion und bejubelte jedes Tor.
Die Spieler heilten ihre Blessuren bei einem gemeinsamen Bier.
"Der Cup ist eine tolle Idee. Er sollte in jedem Jahr statt
finden", lobt Frank Prinz-Schubert von Chill Out. "Hier
zählt nur der Spaß, das ist schön", bestätigt
Carsten Wist. G.H.
Quelle MAZ 07.06.2004 : http://wwww.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10308121/60709