| MAZ 29.04.2004 | ||
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Der HanfbefreiungstagZum zweiten mal findet am 1. Mai in Potsdam der Liberation DAy statt, ein Aktionstag zum Thema Hanf In mehr als 250 Städten wird am ersten Mai weltweit
wieder der „Liberation Day“ begangenen. Vor sieben Jahren
gingen in New York die Menschen an diesem Tag zum ersten Mal auf die
Straße, um für die Liberalisierung von Hanf zu demonstrieren.
Seitdem hat sich der Hanf- Befreiungstag globalisiert und ist auch in
Potsdam angekommen. Seit 1997 ist der Verein Chill out der hiesige Ansprechpartner,
wenn es um Probleme im Umgang mit illegalen Drogen geht. Hier gibt es
allgemeinverständliche Informationen über die Herkunft von
Drogen, Er ist Mitorganisator des diesjährigen Liberation Day, dessen Hauptanliegen die Entkriminalisierung von Hanf/Cannabis ist. Dass diese Forderung, zumal wenn sie eine Suchtpräventionsstelle vorträgt, genug Munition für hitzige Diskussionen bietet, weiß Hoeftmann. „Wir wollen, dass die Leute erkennen, dass Cannabis nicht gleich Kiffen bedeutet. Es geht nicht einfach um eine Drogenliberalisierung“, sagt er und beginnt die vielen Nutzungsmöglichkeiten von Cannabis aufzuzählen: als medizinischer Wirkstoff bei der Behandlung von Krebs, Aids oder grauem Star, als Dämmstoff in der Bauindustrie, als Rohstoff zur Papiergewinnung oder Herstellung von Kleidung. Die Verarbeitungsmöglichkeiten sind vielfältig, doch fast überall auf der Welt ist der Hanfanbau wegen der rauschhaften Wirkung der Pflanze verboten. „Delta-9-Tetrahydrocannabinol“ (THC) heißt der Wirkstoff, der aus dem harmlosen Hanf ein Rauschmittel macht, das zu Heiterkeit („Lachflash“), erhöhtem Schlafbedürfnis und gesteigertem Appetit („Fressflash“) führt. Zwar haben zahlreiche medizinische Studien ergeben, dass der Konsum von Cannabis zu einer seelischen Abhängigkeit führen kann, trotzdem nennt das deutsche Betäubungsmittelgesetz Cannabis in einem Atemzug mit Heroin. Alkohol und Zigaretten, die in ihrer Wirkung schädlicher sind, stehen dagegen nicht auf dem Index. „Die wissenschaftliche Beurteilung der Pflanze steht
im krassen Widerspruch zur Bewertung im Gesetz“, sagt Frank Prinz-Schubert,
Leiter der Suchtprävention in Potsdam und ebenfalls Organisator
beim Liberation Day. Wer in Brandenburg bereits mit einer "geringen
Menge" Haschisch oder Marihuana (3 Konsumeinheiten) erwischt wird,
dem drohen eine Hausdurchsuchung und ein Ermittlungsverfahren ist sicher.
„Viele Jugendliche denken immer noch, dass ein paar Gramm schon
o.k. sind“, sagt Prinz-Schubert. Hinzukommt die Angst der Eltern,
ihr Kind könne drogenabhängig werden. „Sie haben oft
eine riesige Angst, weil sie überhaupt nichts über Cannabis
wissen“, erzählt Überhaupt ist der Veranstaltungstag eher als Familientag,
denn als Drogenaufklärungskampagne gedacht. Es geht vor allem um
die positiven Nutzungsmöglichkeiten von Hanf. So vielseitig wie
die Pflanze ist auch das Programm des Liberation Day: Auf dem Bassinplatz
kann man ab 15 Uhr Marika Bent |
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